Jever - Bessere Erreichbarkeit, gleichzeitig mehr Zeit für Beratung – für dieses doppelte Ziel auf dem Weg zu mehr Bürgerservice weitet der Landkreis Friesland seine Test-Kooperation mit dem ServiceCenter Oldenburg aus.
Nach einem Testlauf im Jobcenter wird der Landkreis ab 1. November für weitere Fachbereiche den zusätzlichen Telefonservice in Zusammenarbeit mit dem ServiceCenter der Stadt Oldenburg testen. Dadurch soll die Kreisverwaltung in Jever länger erreichbar sein und die Sachbearbeiter sollen mehr Zeit für aufwendigere Beratungsgespräche haben, so Kreis-Sprecher Rainer Graalfs.
„Drei Viertel der Anrufe, die das Kreisamt erreichen, dauern nicht länger als drei Minuten – in diesen Gesprächen geht es vor allem um schnell zu klärende Fragen zu Öffnungszeiten, Fristen oder mitzubringenden Dokumenten“, erklärt Graalfs.
Mehr Zeit für Beratung
Für die Sachbearbeiter bedeute das hohe Aufkommen an Anrufen – rund eine halbe Million im Jahr –, dass sie vor allem zu Stoßzeiten häufig kurze Einzelfragen klären müssen. Und das gehe zu Lasten von Beratungsgesprächen.
Deshalb wird künftig das ServiceCenter Oldenburg den Fachbereichen Umwelt, Soziales und Senioren, Jugend, Ordnung und Straßenverkehr des Landkreises vorgeschaltet. Der Telefondienst ist von 7 bis 18 Uhr erreichbar, und zwar sowohl unter den bisherigen Nummern als auch unter der neuen einheitlichen Nummer 04461/919 77 77.
Ist ein ausführlicheres Gespräch nötig, nehmen die Mitarbeiter des ServiceCenters eine Rückrufbitte entgegen und leiten sie direkt dem zuständigen Sachbearbeiter beim Landkreis weiter. „Der weiß dann schon, worum es geht, kann sich vorbereiten und spart dem Bürger einen weiteren Versuch, ihn zu erreichen“, so Graalfs.
Basis für diesen erweiterten Testlauf ist die Testphase mit dem ServiceCenter der Stadt Oldenburg für das Jobcenter des Landkreises Friesland, die bereits Juni dieses Jahres begonnen hatte.
Kurze Wartezeiten
„Bis Mitte Oktober haben wir schon mehr als 5700 Anrufe für das Jobcenter entgegengenommen und so den Mitarbeitern vor Ort mehr Luft für ausführliche Kundengespräche verschafft“, so Ingo Tulodetzki, Leiter des Oldenburger ServiceCenters. „Durchschnittlich musste ein Anrufer dabei nur 13 Sekunden warten, bis er einen unserer Mitarbeiter am Telefon hatte.“
Ähnliche Erfolge verspricht sich die Kreisverwaltung auch von der jetzt auf zusätzliche Fachbereiche ausgeweiteten Testphase.
