Richardson/Bonn - Die Deutsche Telekom ist eine ihrer größten Sorgen los: Sie hat ihre amerikanische Mobilfunk-Tochter untergebracht. T-Mobile USA werde voraussichtlich zum 1. Mai mit dem kleineren Anbieter Metro PCS verschmelzen, teilten die Bonner am Mittwoch mit. Die Aktionäre von Metro PCS hatten zuvor auf einer extra anberaumten Hauptversammlung dem Zusammenschluss zugestimmt.

„Das ist ein großer Schritt für die Deutsche Telekom“, erklärte Konzernchef René Obermann in Bonn. Der Zusammenschluss sei „enorm wichtig, um in den USA mit mehr Kraft angreifen zu können“. Die Telekom-Tochter ist die Nummer vier im US-Markt, Metro PCS die Nummer fünf. Das Geschäft wird von den Marktführern Verizon und AT&T dominiert.

T-Mobile USA litt bis zuletzt unter einer Abwanderung von Vertragskunden, wenngleich sich die Abwanderung bereits verlangsamte. Durch die gemeinsame Nutzung der Netze soll endgültig die Wende gelingen. Die Deutsche Telekom wird 74 Prozent an der neuen Gesellschaft halten, die restlichen 26 Prozent entfallen auf die Anteilseigner von Metro PCS.