Conneforde/Wiefelstede - Der Netzbetreiber Tennet hat offenbar seine Untersuchungen im Vorfeld des geplanten Baus einer 380-kV-Stromleitung von Conneforde nach Cloppenburg abgeschlossen und wird im Juni die abschließenden Unterlagen an das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems in Oldenburg übergeben. Wie der Netzbetreiber mitteilt, soll noch im Vorfeld ein daraus aus Tennet-Sicht resultierender „Vorzugskorridor“ der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Das letzte Wort, wo die Trasse letztlich verlaufen wird, hat jedoch das Amt für regionale Landesentwicklung, das für das bevorstehende Raumordnungsverfahren zuständig ist. Am 8. Juni sollen zunächst Landkreise, Bürgermeister und Vertreter von Bürgerinitiativen in nichtöffentlicher Sitzung beim vierten Tennet-Dialogforum über die Untersuchungen und die Ergebnisse zur Vorzugsvariante informiert werden, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Wie Janina Schultze, Referentin für Bürgerbeteiligung bei Tennet in Oldenburg, am Montag auf NWZ-Anfrage erklärte, sei der Veranstaltungsort noch nicht bekannt. Anschließend seien vom Unternehmen drei Bürgerinformationsmärkte entlang des von Tennet gewählten Vorzugskorridores geplant. Dabei soll mit den Bürgern über den aktuellen Planungsstand diskutiert werden. Auch dafür stünden Termine jedoch noch nicht fest, sagte die Referentin.
Die geplante 380-kV-Leitung soll nach den bisherigen Planungen 2022 in Betrieb gehen. Sie soll die vorhandene, von Conneforde nach Cloppenburg führende 220-kV-Leitung ersetzen.
Wie Bernhard Heidrich vom Amt für regionale Landesentwicklung erklärte, stehen im Ammerland noch zwei jeweils einen Kilometer breite Trassenkorridore im Wettbewerb. Der eine führt entlang der vorhandenen 220-kV-Trasse östlich an Gristede vorbei auch durch die Gemeinden Bad Zwischenahn und Edewecht, der andere biegt – ebenfalls vom Umspannwerk in Conneforde kommend – noch vor Gristede rechts ab und berührt ebenfalls die Gemeinden Westerstede, Bad Zwischenahn, Apen und Edewecht.
Eine teilweise Erdverkabelung ist immer noch Thema, erklärte Heidrich.
