Wildeshausen - Das Hallenbad am Krandel ist zwar kein Flughafen, trotzdem hielten sich die Beteiligten beim Richtfest am Freitag mit einem Eröffnungstermin zurück. „Bisher sind wir voll im Plan. Und das bedeutet eine Eröffnung im Sommer“, sagte Bürgermeister Dr. Kian Shahidi.
Beim Richtfest fehlte am Freitag zwar noch das Dach. Doch anders als bei einem herkömmlichen Gebäude wird das in eine Stahl- und Betonkonstruktion ohne klassischen Dachstuhl montiert. „Am 11. November beginnt der Aufbau“, sagt Generalplaner Udo Janßen aus Bad Zwischenahn. Auch die gewaltige Glasfassade liegt schon bei den Handwerkern. Sie wird quasi in einem Zug mit den Dacharbeiten errichtet. „In diesem Jahr wollen wir das Gebäude noch komplett dicht bekommen“, so der Planer. Voraussetzung dafür: Das Wetter darf den Arbeitern keinen Strich durch die Rechnung machen.
Zum Freibad hin stehen bisher nur 18 Betonsäulen. Sie werden mit riesigen Glaselementen geschlossen. Der Clou der Glaskonstruktion: Im Sommer lässt sich die Fassade öffnen, so dass das Hallenbad ein halbes Freibad wird. Das Hauptschwimmbecken misst 25 mal 12,5 Meter. „Die Entscheidung, auf fünf Bahnen zu setzen, war absolut richtig“, meint Shahidi. „Das Becken ist auch wettbewerbstauglich“, so der Bürgermeister. Allerdings nur für Schwimmmeisterschaften.
Bei maximal 1,80 Meter Wassertiefe ist kein Sprungbereich vorgesehen. Wer springen will, muss warten, bis das Freibad öffnet.
Diskussionsbedarf gibt es immer noch bei der Frage, ob das Bad eine unbemannte Automatenkasse bekommen soll oder doch ein Tresen für Kassenkräfte eingebaut werden soll. Shahidi versammelte die beim Richtfest anwesenden Ratsmitglieder kurzerhand im Rohbau des Eingangsbereichs. Dort wurde diskutiert. Und dies dürfte in den nächsten Sitzungen im Stadthaus fortgesetzt werden.
Kein Thema sind derzeit die Kosten. Bisher habe man, so Shahidi, erst 1,6 der geplanten 7,13 Millionen Euro ausgegeben. Er geht davon aus, dass der Kostenrahmen eingehalten werden kann.

