Oldenburg - Der Wortlaut steht zwar noch nicht im Detail fest, aber zumindest das Ergebnis zählt: Der Verwaltungsausschuss des Oldenburgischen Staatstheaters wird künftig nicht mehr hinter verschlossenen Türen tagen, sondern öffentlich, so dass auch Vertreter der Stadt Oldenburg daran teilnehmen können.
Das berichtete Kulturamtsleiterin Christiane Cordes am Dienstagabend im Kulturausschuss und reagiert damit auf eine entsprechende Nachfrage von Ratsherr Hans-Richard Schwartz (FDP).
Der hatte bereits im November 2014 das Thema aufs Tapet gebracht und den Ausschuss dafür begeistert. Damals waren alle der Einschätzung gefolgt, dass der Vertrag zwischen Stadt Oldenburg und Land Niedersachsen und mithin auch dessen Gestaltung antiquiert sei, nicht zuletzt, da er bereits aus dem Jahr 1963 datiere. Als Beleg war auch noch die Tatsache ins Feld geführt worden, dass darin immer noch der Präsident der 2005 aufgelösten Bezirksregierung als Vorsitzender aufgeführt werde. Tatsächlich aber habe die Kulturministerin den Vorsitz.
Die Kulturausschuss-Mitglieder hatten schon 2014 argumentiert, dass die Stadt immerhin Jahr für Jahr ihren Millionen-Anteil nach Hannover überweise, da sie vertraglich seit 1963 verpflichtet sei, ein Viertel der ungedeckten jährlichen Betriebskosten des Staatstheaters zu tragen. Ein Ansatz, der derzeit mit 6 925 300 Euro im Kulturhaushalt zu Buche schlägt.
Niedersachsens Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajićc (Grüne) hatte von Anfang an signalisiert, dass sie das Vorhaben der Stadt unterstütze und keinen Grund erkennen könne, warum das Gremium nicht künftig öffentlich tage.
Auch die Oldenburger Grünen hatten das Vorhaben unterstützt, wie Ratsfrau Andrea Hufeland schon 2014 ausgeführt hatte (NWZ berichtete).
Bald liegt die Vertragsergänzung schwarz auf weiß im Rathaus vor. Wie Kulturamtsleiterin Christiane Cordes ausführte, muss nur noch die endgültige Formulierung für dieses Zusatz-Dokument abgesegnet und von Ministerin Gabriele Heinen-Kljajićc und Oberbürgermeister Jürgen Krogmann unterzeichnet werden.
