Frankfurt - Beim Argumentieren über angebliche Nachteile des Bargeldes gibt es „wenig Stichhaltiges“. Das Argument etwa, ohne Bargeld gebe es keine Schwarzarbeit oder Geldwäsche, greife nicht, meinte Carl Ludwig Thiele, Mitglied des Bundesbank-Vorstandes, bei einem Vortrag in Schloss Hachenburg.

So könnten die handelnden Personen alternative Tauschmittel nutzen oder auf Fremdwährungen zurückgreifen. Schwarzgeld müsse nicht zwangsläufig Bargeld sein. Thiele verwies auf „Konten in Steuerparadiesen“.

Für Banknoten und Münzen spreche eine ganze Menge, meinte Thiele. Dies werde „oft nicht genannt“. So sei Bargeld Notenbankgeld. Es unterliege im Gegensatz zum Giralgeld „keinem Ausfallrisiko“. Weil man mit Bargeld „Zug um Zug“ zahlen könne, sei man besser gegen Insolvenzen geschützt. Und: Barzahlungen ermöglichten eine gute Kontrolle der Ausgaben.