THüLE - Es ist der größte Hofstaat in der Geschichte der Bruderschaft. Bernd Engelmann wurde derweil zum Generalmajor befördert.
Von Fritz Kreyenschmidt
Bei Sonnenschein feierten die Thüler ihr Schützenfest. Eingeläutet wurde es am Sonntag mit dem Sammeln der Schützen auf dem Dorfplatz. Oberleutnant Heiner Wreesmann meldete Brudermeister Oberst Bernd Engelmann, dass 488 Uniformierte darunter zahlreiche Offiziere einschließlich mehrerer Generäle für besondere Ereignisse zur Verfügung stünden.
Nach der Begrüßung des neuen Königspaares Martin und Ingrid Roter marschierten die Schützen unter den Klängen der Musikkapellen aus Markhausen und Thüle zum Festplatz zur Inthronisierung des neuen Königspaares. Hier hieß Engelmann die Bruderschaften aus Markhausen und Petersdorf, den Bürgerschützenverein Bösel, die Abordnung der Friesoyther Gilde mit Bürgermeister Johann Wimberg an der Spitze sowie die beiden Musikvereine zum Schützenfest willkommen.
„Er kam, sah und siegte“, so schilderte Engelmann den Erfolg von Martin Roter beim Königsschießen. Er inthronisierte die Majestäten als König Martin II. und Königin Ingrid, die Sympathische. Als Engelmann die Insignien der Macht, Königskette und Diadem, an das neue Königspaar überreichte, donnerten Hochrufe der Schützen über den Festplatz und die zahlreichen Zivilisten sparten nicht mit Beifall für die neuen Majestäten sowie den 30-köpfigen Hofstaat, den Engelmann namentlich vorstellte. Wie es hieß, sei es der größte Hofstaat in der bisherigen Geschichte der Bruderschaft.
In seiner ersten Ansprache an das Volk bezeichnete Martin II. seine Königin als „Königin der Herzen“ und dankte ihr für die große Unterstützung, die er stets durch sie erfahre. Dank zollte der König auch seinen Kindern, den Nachbarn, den Schützen der I. Kompanie, seinem Hofstaat, seinem Kegelclub und allen Helfern, die ihn unterstützten.
König könne man nur sein, wenn man vom seinem Volk getragen werde, deshalb lade er alle zum Thronbesuch ein. Er möchte, dass es nach dem Schützenfest heißt: „Der König rief und alle kamen“. Danach standen Ehrungen und Beförderungen an. Im Namen der deutschen Schützenbruderschaft zeichnete der stellvertretende Bezirksbrudermeister Benno Borowski Thüles stellvertretenden Brudermeister Norbert Stammermann mit dem Silbernen Verdienstkreuz der Deutschen Schützenbruderschaften aus. Dabei erinnerte er an die Verdienste Stammermanns um die Bruderschaft.
Danach stand die Beförderung von Oberst Bernd Engelmann zum Generalmajor an. Für den Vorstand erinnerte Stammermann zuvor noch einmal an die Verdienste von Engelmann um die Schützenbruderschaft, bevor König Martin II. die Beförderung aussprach und die goldenen Schulterklappen sowie die anderen Generalattribute überreichte. Es folgten zahlreiche weitere Beförderungen. Nachdem die Schützen ihr Königspaar ins Festzelt begleitet hatten, eröffnete das Königspaar mit einem Ehrentanz das Fest- und Tanzvergnügen.
