THüLE - Ein ganz besonderes Schützenfest wird es werden, ist sich der Brudermeister der St.-Johannes-Schützenbruderschaft, Generalmajor Bernhard Engelmann, sicher und blickt zufrieden auf die gerade fertig gewordenen Plakate. Diese werden in Thüle und weit darüber hinaus zur fünften Jahreszeit im Ort einladen. 50 Jahre St.-Johannes-Schützenbruderschaft Thüle – Grund genug für ein großes Jubiläumsschützenfest.

Verein bereitet vor

Die Vorbereitungen für den 24. und 25. Mai sind bereits in vollem Gange, findet doch schon am kommenden Sonnabend der erste Höhepunkt im Festprogramm statt. Ab 15 Uhr haben alle Schützenschwestern und Schützenbrüder aus den vier Kompanien die einmalige Gelegenheit, mit gut platzierten Kleinkaliberschüssen auf den Holzadler einen von drei begehrten Orden für Krone, Zepter und Reichsadler oder verschiedene Ehrenzeichen verliehen zu bekommen.

Um 17 Uhr wird es dann richtig spannend. Ein neuer Holzadler muss in den Horst und wird von den Kaiseranwärtern ins Visier genommen. Die Kaiserwürde ist aber an eine Bedingung geknüpft. Nur Schützen, die bereits einmal die Ehre hatten, als König der Schützenbruderschaft vorzustehen, dürfen dem Adler zu Leibe rücken. „Wir haben das große Glück, 32 ehemalige Könige in unseren Kompanien zu haben. So ist das Interesse an der Kaiserwürde enorm“, freut sich Engelmann.

Schützenkönig gesucht


Eine Woche später – am Sonnabend, 16. Mai – geht es dann darum, zwei Könige für dieses Jahr zu finden. Um 15 Uhr tritt der Nachwuchs an, um den Kinderkönig zu ermitteln. Mit ruhiger Hand messen sich dann um 18 Uhr die erwachsenen Königsanwärter, um im sportlichen Wettkampf den diesjährigen Schützenkönig zu finden. „Das Schützenfestwochenende wird sensationell“, verspricht Engelmann und rechnet mit rund 1200 Uniformierten aus 17 Schützenbruderschaften, Schützenvereinen und Schützengilden sowie 200 Musikanten aus vier Musikvereinen.

Als Ehrengast wird Landesbezirksbundesmeister Walter Einhaus aus Varrelbusch erwartet. „Bei unseren Schützenfesten ist eben immer richtig was los“, sagt Engelmann lachend und mit einem Leuchten in den Augen. Während er sich die mit rotem Revers besetzte Uniformjacke anzieht, erkennt man, dass Engelmann mit Leib und Seele ein Schützenbruder ist.

Schon sein Vater, Heinrich Engelmann, war begeisterter Schütze und trug sogar die erste Königswürde vor 50 Jahren. „Ich weiß noch alles vom ersten Thüler Schützenfest und der Regentschaft meines Vaters“, sagt Engelmann stolz. 25 Jahre später saß er dann selbst auf dem begehrten Königsthron.