Thüle - „Probleme bereitet dem Berufsstand die neue Düngeverordnung. Für unseren Berufsstand ziehen dunkle Wolken am Himmel auf“, malte der Vorsitzende des Beratungs- und Erzeugerrings Friesoythe und Umgebung, Heinz Rolfes, auf der Mitgliederversammlung im Hotel Landhaus Pollmeyer in Vordersten-Thüle ein nicht so freundliches Szenario für die Landwirte auf. Umso wichtiger werde daher die Beratertätigkeit der Vereinigung sein.
Der Beratungs- und Erzeugerrings blickt in diesem Jahr auf ein 50-jähriges Bestehen zurück. „Das Aufgabenfeld der Ringberater ist unerschöpflich“, dankte der Vorsitzende den Beratern für ihre Arbeit. Das zeigte auch deutlich der Tätigkeitsbericht von Ringberaterein Anna Kollmer. Der Beratungs- und Erzeugerring zählt zur Zeit 341 ordentliche und zehn Fördermitglieder. Die Berater unterstützen die Landwirte im Nährstoffmanagement, beim Meldeprogramm, in der Ackerschlagkartei, beim Tierwohl, in der Agrarpolitik oder bei Betriebsplanungen. Ein Präsent für 20-jährige Vorstandstätigkeit gab es für Fritz Anneken aus Friesoythe. Seit zehn Jahren ist Matthias Blömer aus Dinklage im Beratungsring.
Andrea Meyer, Dipl.-Ing. Agrar, referierte zum Thema „Fütterungsmaßnahmen zur Reduzierung der Nährstoffausscheidungen bei Rind und Schwein“. „Wir kümmern uns darum, was unter dem Schwanz herauskommt“, meinte Meyer süffisant zu Beginn ihres Vortrages.
Das neue Düngerecht bringt schärfere Regelungen. Die Flächen werden knapper. Betriebe müssen Protein und Phosphor weiter im Futter reduzieren, aber gleichzeitig bedarfsgerecht füttern. Phosphor werde in der Veredlungsregion bereits stark reduziert, ohne Leistung einzubüßen. Ob die Mast ohne anorganischen Phosphor funktioniere, sei zu untersuchen, so Meyer. Für die Futteroptimierung auf den Punkt bedarf es Futteranalysen. Sicherheitszuschläge seien nicht akzeptabel. Die Fütterung nach Bedarf bleibe das Ziel.
