THüLSFELDE - Der im Jahr 2005 eröffnete Kletterwald Nord an der Thülsfelder Talsperre setzt weiter auf Expansion. Das Betreiberehepaar Ruth und Wolfgang Placke will den Kletterwald in der Saison 2008 ausbauen und zusätzliche Attraktionen für Kinder schaffen. Der Kletterwald hat seine Winterpause beendet und startet am kommenden Sonnabend, 8. März, um 10 Uhr in die neue Saison.

In der letztjährigen Saison besuchten nach Angaben von Wolfgang Placke rund 35 000 Menschen die beliebte Freizeiteinrichtung. Im Jahr davor waren noch 28 000 Besucher gewesen. Für dieses Jahr rechnen die Betreiber mit einem weiteren Zuwachs an Besucherzahlen. Wolfgang und Ruth Placke haben festgestellt, dass ihre Besucher nicht nur aus der näheren Umgebung nach Thülsfelde anreisen, sondern auch aus Oldenburg und Bremen den Weg an die Thülsfelder Talsperre finden.

Das Ehepaar Placke hatte den Kletterwald im Jahr 2005 eröffnet. Auf einer 30 000 Quadratmeter großen Waldfläche zwischen dem Auslaufbauwerk der Talsperre und dem Flusslauf der Igelriede haben die Betreiber rund 80 verschiedene Kletterelemente mit Netzbrücken, Bohlen und Seilen zwischen die Bäume gebaut. Erwachsene hangeln sich in einer Höhe von bis zu gut zehn Metern von Baum zu Baum.

Die Zahl der Kletterelemente mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und in unterschiedlichen Höhen soll in diesem Jahr auf 100 wachsen. Wolfgang Placke: „Wir werden zum Sommer einen Erlebnisparcours für Familien bauen.“ Dort sollen Väter, Mütter und Kinder in einer Höhe von maximal zwei Metern ungefährdet dem Klettersport nachgehen können. Eine der Hauptattraktionen des Kletterwaldes ist der „Fliegende Holländer“, eine 50 Meter lange Seilbahn, auf der die Kletterer in luftiger Höhe das Gewässer der Igelriede überqueren können.

Als zweiter Vorsitzender engagiert sich Wolfgang Placke jetzt auch in der im vergangenen November gegründeten „International Adventure Parc Association“ (IAPA). Die Organisation versteht sich als Dachverband der Kletterparks in Europa. Zweiter Vorsitzender ist Wolfgang Placke. Dem Verband gehören Einrichtungen aus Deutschland, Tschechien, der Schweiz, Österreich und Frankreich an.


Ziel der neuen Organisation ist es, Qualitätssiegel für Kletterwälder zu vergeben. Europaweit gibt es nach Angaben Plackes kaum einheitliche Regelungen für Bau, Betrieb, Personalausbildungsstandards, Sicherheit sowie die Auswirkungen der Kletterparks auf Natur und Umwelt.