Hasbruch - Alles muss raus: Getreu diesem Motto hat die THW-Jugend des Ortsverbandes Hude-Bookholzberg im Hasbruch einmal komplett durchgeputzt – genauer gesagt in 30 Nistkästen. Die hatten die rund 30 Jugendlichen im vorigen Winter erst selbst gebaut und Anfang des Jahres schließlich zusammen mit Revierförster Jens Meier im Wald aufgehängt.

Bevor es am Sonnabendvormittag allerdings daran ging, die Kästen unter fachlicher Anleitung der Hasbruchfreunde vom Unrat der Brutsaison zu befreien, galt es die Kästen erst einmal aus luftiger Höhe herunterzuholen. Dank entsprechender Ausbildung und Ausrüstung für die THW-Jugend kein Hindernis. Daniel Rücker, Ortsjugendleiter des THW, und ein Team von Jugendbetreuern konnten getrost von unten zusehen, wie die Jugendlichen die Kästen zuerst von den Baumstämmen ab- und anschließend wieder anmontierten.

„Die Vögel nutzen die Kästen nicht nur zum Brüten, sondern bei schlechtem Wetter auch als Schlafplatz“, erklärte Bettina Cordes, stellvertretende Vorsitzende der Hasbruchfreunde. Daher sei es sinnvoll, Milben, Vogelflöhe und alte Nester vor der Schlechtwetterperiode zu entfernen. Manfred Köster, Biologielehrer und Mitglied des neuen Jugendbetreuerteams der Hasbruchfreunde, versuchte, anhand von Nistmaterial und Eierschalen die Vogelarten zu bestimmen, die in den Kästen genistet haben.

Von Köster gab es für das Werk der THW-Jugend viel Lob: „Dass die Nester trotz des vielen Regens nicht nass geworden sind, spricht für die solide Bauweise.“ Für den Einsatz der Jugendlichen im Naturschutz bedankten sich die Hasbruchfreunde zwischendurch mit einer Kakaopause für die fleißigen Helfer.

Nach der oberflächlichen Reinigung mit dem Handschuh ging es an den Feinschliff mittels Pressluft. Auch eine Nummerierung des Kästen nahmen die Jugendlichen vor, um später einen Überblick über die Nutzung der einzelnen Nistplätze zu gewinnen.

Karoline Schulz
Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee