Von Thomas Hellmold
WILHELMSHAVEN/ AURICH - Dem Bau des Jade-Weser-Ports in Wilhelmshaven steht kaum noch etwas im Weg. Die Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) in Aurich hat am Donnerstag die Planfeststellung für das Verfahren abgeschlossen. Am kommenden Dienstag wird der für den Bau des Tiefwasserhafens nötige Beschluss an Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) überreicht.
Ministeriumssprecher Andreas Beuge begrüßte am Donnerstag in Hannover den positiven Abschluss als weiteren wichtigen Meilenstein auf dem langen Weg zur Realisierung des Jade-Ports. Er gehe nun davon aus, dass mit dem Bau des Hafens spätestens im September dieses Jahres begonnen werde, sagte Beuge der NWZ.
Allerdings rechnet das Ministerium damit, dass sich der erste Rammschlag durch Klagen geringfügig verzögern könnte.
Der Beschluss wird nach Angaben der WSD vom 27. März bis zum 10. April öffentlich ausgelegt. Danach ist eine vierwöchige Frist gesetzt, innerhalb derer Klagen beim Oberverwaltungsgericht in Lüneburg eingereicht werden können.
Den Bau des für die regionale Entwicklung so bedeutsamen Hafens wird dies aber nicht mehr verhindern. Die Landesregierung und die Hafenwirtschaft gehen davon aus, dass die ersten Containerschiffe den neuen Hafen im Jahr 2010 anlaufen werden.
Der Präsident der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung, John H. Niemann, erwartet von dem Hafen eine gewaltige Sogwirkung für die regionale Wirtschaft. Zug um Zug würden sich viele neue Unternehmen im Umfeld des Hafens ansiedeln, sagte Niemann am Donnerstag der NWZ. Die ersten Verträge sind schon unter Dach und Fach. In der nächsten Woche nimmt der Dienstleister Willenbrock Fördertechnik den ersten Spatenstich für eine Niederlassung am Jade-Port vor.
