Vechta - Die Agrar- und Ernährungsbranche Südoldenburgs will die von Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) geforderte Reduzierung des Antibiotika-Einsatzes in der Tiermast um 50 Prozent mittragen. Die Verringerung gehe wesentlich mit einer Verbesserung der Tiergesundheit einher, sagte der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums (AEF) Oldenburger Münsterland, Uwe Bartels, am Freitag bei einem Pressegespräch in Vechta. Dem AEF gehören rund 80 Unternehmen aus Südoldenburg an.

Inzwischen sei es so, dass sich der Verbraucher den mit der Tiergesundheit eng verbundenen Tierschutz auch etwas kosten lassen wolle, sagte Tierarzt Dr. Thomas gr. Beilage (Essen/Oldenburg). Dieser ist Sprecher einer AEF-Arbeitsgruppe, die sich seit mehr als einem Jahr mit der Erstellung eines Konzepts zur Optimierung der Tiergesundheit im Oldenburger Münsterland befasst. Als ein erster konkreter Schritt soll eine Datenbank eingerichtet werden, in der Landwirte, Veterinäre, Schlachthöfe, Handel, etc. Handlungsempfehlungen austauschen können.

Die Verringerung von Antibiotika sei – so Bartels weiter – nur möglich, wenn von der Landwirtschaft bis zum Verbraucher ein grundsätzliches Umdenken einsetze.

Carsten Mensing
Carsten Mensing Redaktion Münsterland