Hannover - In der Debatte um höhere Tierschutzstandards in der Landwirtschaft fordert der Tiermediziner Thomas Blaha ein Eingreifen des Staats bei Fleischpreisen. Da der Tierschutz seit 2002 Staatsziel in Deutschland sei und damit als Schutzgut gelte, könne der Staat einen gesetzlichen Mindestpreis für Fleisch festlegen, sagte Blaha. „Dieser garantierte Einnahmen-Sockel würde dann an die Landwirte fließen, die damit besseren Tierschutz umsetzen könnten, etwa mehr Raum für die Tiere als jetzt.“ Das würde die Fleischpreise im Geschäft nur um 10 bis 20 Cent pro Kilo teurer machen.

Blaha ist Professor der Tierärztlichen Hochschule Hannover und Vorsitzender der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz. Es müsse verpflichtende Weiterbildungen für Landwirte und deren Mitarbeiter geben, forderte Thomas Blaha.