Cloppenburg - Tierwohl, Öffentlichkeitsarbeit und Emissionsschutz sind am Dienstag die Themen des 6. Fachforums Schwein in der Münsterlandhalle Cloppenburg gewesen. 82 Aussteller waren der Einladung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gefolgt, um das Fachpublikum über Entwicklungen bei Stallplanung, Futtermitteln oder auch Filteranlagen zu informieren.

Die Eröffnung übernahm Kammerpräsident Arendt Meyer zu Wehdel, der in seiner Ansprache eindringlich vor der Ausbreitung der afrikanischen Schweinepest warnte, die vor wenigen Tagen Europa erreicht habe. Sollte sich die Seuche ausbreiten, würde dies verheerende Auswirkungen haben.

Dr. Karl-Heinz Tölle stellte im Namen der Interessenvertretung der Schweinehalter Deutschlands (ISN) die „Initiative Tierwohl“ vor, an der nahezu alle bedeutenden unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels, der Fleischwirtschaft und der Landwirtschaft teilnehmen wollten.

Ziel sei es, für mehr Tierwohl in deutschen Ställen zu sorgen – im Sinne des Tierschutzes und im Sinne des Erhalts landwirtschaftlicher Tierhaltung. Mit der Gründung einer Trägergesellschaft solle zeitnah ein weiterer Meilenstein hin zur Umsetzung der Initiative gesetzt werden.

In Sachen Öffentlichkeitsarbeit setzt derzeit auch das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (aef) mit dem ISN Akzente. In einem Pressegespräch am Rande des Fachforums erläuterte aef-Vorsitzender Uwe Bartels, dass die regionale Wirtschaft nicht nur in den Bereichen Tiergesundheit, Tierwohl, Nährstoffproblematik, Arbeitnehmerverhältnisse und Wirtschaftswachstum an einem Strang ziehe, sondern auch für mehr Transparenz – so beispielsweise bei der Lebensmittelproduktion – sorgen wolle.


Darum werde sich künftig ein eigens dafür ins Leben gerufener Arbeitskreis (AK) mit Vertretern von Wirtschaft und Verwaltung kümmern. „Wir wollen Fakten schaffen und mit Gerüchten aufräumen“, so AK-Vorsitzender Dr. Torsten Staack, Geschäftsführer von ISN. Ziel sei es, die Branche auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit weiter zu vernetzen sowie gemeinsame Projekte aufzugreifen.