TOSSENS - TOSSENS - Die Verpachtung der alten Tossenser Reithalle durch die Gemeinde hat zu Irritationen und Unruhe im Dorf geführt. Doch entgegen möglicher Missverständnisse bleibt die von der Dorfgemeinschaft mit großem ehrenamtlichen Einsatz auf Vordermann gebrachte Halle weiterhin offen für Dorfaktivitäten.
„Wir sind offen für alles und offen für alle. Nur weil wir die Halle von der Gemeinde gepachtet haben, ist sie nicht abgeschlossen“, betonte gestern in einem Gespräch mit der NWZ die Hallen-Pächterin Bettina van Büren (40).
Gemeinsam mit Ehemann Heiko (48) betreibt sie den benachbarten „Hof von Oldenburg“ (Hotel und Restaurant), den sie seit Mai 2004 von den italienischen Eigentümern (deren Firmensitz ist Rostock) gepachtet hat.
Darauf, dass die Gemeinde die alte Reithalle verpachten wollte, habe sie der Tossenser Bürgerverein hingewiesen. Aber erst nachdem der Bürgerverein auf sein Vorrecht verzichtet habe und selbst nicht pachten wollte, seien sie in Verhandlungen mit Bürgermeister Rolf Blumenberg getreten, berichtete das Ehepaar. So sei der seit 1. August dieses Jahres laufende Pachtvertrag zustande gekommen.
„Die Tossenser Dorfgemeinschaft soll dadurch nicht auseinander gerissen werden. Wir wollen keine Tradition brechen, sondern alles unter einen Hut bringen, es ist genug Plaz in der Halle vorhanden“, unterstrichen gestern Bettina und Heiko van Büren im Gespräch mit der NWZ .
• Sie bitten allerdings um frühzeitige Kontaktaufnahme (Telefon 04736/103100), um rechtzeitig planen zu können. Für 2006 sei bisher erst eine Großveranstaltung in der alten Tossenser Reithalle geplant: die Jahreshauptversammlung des Volvo-Clubs Deutschland im Mai. Bettina und Heiko van Büren denken daran, die Halle im Sommer eventuell auch für ein Sommerfest und eine Neuauflage der in früheren Jahren veranstalteten Tossenser Piratenfeste zu nutzen.
• In der alten Reithalle kann, wenn es nach Bettina und Heiko van Büren geht, sowohl wieder der Tossenser Weihnachtsmarkt veranstaltet werden als auch die alljährliche Fete der Landjugend LIG Nord. Bei der LIG-Fete im Sommer dieses Jahres gab‘s 600 Besuche (die NWZ berichtete).
Die Landjugend ist an einer Neuauflage im nächsten Jahr interessiert, hat aber noch nicht mit den Pächtern gesprochen. „Auch für die LIG öffnen wir die Tore sehr gerne“, so gestern gegenüber der NWZ Bettina und Heiko van Büren.
Die Gastronomen nutzen vor allem den großen Nebenraum der Halle zur Lagerung von Gartenmöbeln und Werkzeug. In der Halle selbst sind jetzt in der Winterzeit einige Oldtimer-Autos und ein Wohnwagen untergebracht. Hier ist aber noch viel Platz und im Falle einer Veranstaltung lassen sich die Fahrzeuge problemlos herausfahren. Freilich ist bei Veranstaltungen im Winter zu bedenken, dass es in der ehemaligen Tossenser Reithalle keine Heizung gibt.
