TOSSENS - Sofern der Butjadinger Gemeinderat seiner Wiederwahl zustimmt, wird Norbert Nimptsch auch in den nächsten sechs Jahren an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Tossens stehen. Eine Mitgliederversammlung der Tossenser Feuerwehr hat im Tossenser Gerätehaus Norbert Nimptsch einstimmig bei einer Enthaltung bestätigt. Gemeindebrandmeister Wilfried Welp und Bürgermeister Rolf Blumenberg dankten Nimptsch. Beide wiesen ausdrücklich darauf hin, dass es heute immer schwerer werde, Ehrenamtliche für Führungspositionen zu finden.

von Jochen Eilers

Langwarden Die einst gefeierte Außenstelle des Fedderwardersieler Museums, der historische Laden im Wurtendorf Langwarden, ist seit zwei Jahren verwaist. Der Museums-Förderkreisvorsitzenden Dr. Marlene Laturnus stößt die Situation sauer auf. Der Förderkreis habe Hausverbot, erklärte sie.

Damit komme der Förderkreis nicht in den Laden und könne ihn nicht der Öffentlichkeit zugänglich machen. Zwar habe die letzte Betreiberin des Ladens, Alice Francksen, dem Förderkreis den Laden geschenkt. Aber eben nur das Inventar.

Das Gebäude war nicht Gegenstand der Schenkung. Mit dem damaligen Besitzer wurden Verträge über einen musealen Betrieb des Ladens geschlossen. Doch vor zwei Jahren wurde das Haus wieder verkauft und der Laden dann geschlossen.


Die bisherigen Verträge zwischen dem Förderkreis und dem ehemaligen Besitzer seien derart schwammig, dass verschiedene Interpretationen möglich seien, räumte Marlene Laturnus ein. Zwar dürften die Verträge beim Hausverkauf sozusagen mit verkauft worden sein. Aber der neue Besitzer habe die Museumsleute vor die Tür gesetzt. „Uns ist sehr daran gelegen, dass der Kaufmannsladen wieder eröffnet wird. Aber mit dem neuen Besitzer sind wir zu keiner Zusammenarbeit gekommen“, bedauerte Laturnus während der Jahreshauptversammlung des Museum-Fördervereins.

Eine Wiedereröffnung liegt auch den Langwardern sehr am Herzen. Deshalb hat sich nun auch der Bürgerverein Langwarden angeboten, frischen Wind in die Angelegenheit zu bringen. Als Vertreter des Vereins nahm der pensionierte Architekt Siegfried Kramer an der Förderkreis-Versammlung teil. Sein Vorschlag: Der Förderkreis des Museums solle die Schenkung juristisch in die Obhut des Bürgervereins legen.

Zum einen habe der Bürgerverein mehr Kontakt und vielleicht auch mehr Einfluss auf den neuen Hausbesitzer, der auch Mitglied des Bürgervereins ist. Und eine Weitergabe der Schenkung würde durch einen Notar begleitet, so dass dann endgültig die Rechte und Pflichten der beteiligten Parteien festgestellt werden würden, so Kramer.

Weil es sich bei der Schenkung von Alice Francksen nur um das Ladeninventar handelt, schlugen einige Mitglieder des Förderkreises vor, einfach das Inventar in anderen Räumlichkeiten zugänglich zu machen. „Daran haben wir auch schon gedacht. Wir hatten sogar schon ganz konkrete Vorstellungen. Aber am Ende macht der historische Laden nur in dem Gebäude an historischer Stelle einen Sinn“, hielt Laturnus Umzugsplänen entgegen.

Kassenwartin Hellen Böning erinnerte hinsichtlich einer eventuellen Weiterreichung der Schenkung daran, dass der Förderkreis bereits 6000 Euro in die Sanierung des historischen Geschäfts gesteckt habe. Bevor eine Entscheidung getroffen wird, soll es laut Marlene Laturnus weitere Gespräche geben.