TOSSENS - An diesem Freitag sind zum letzten Mal Urlauber im Tossenser Sunparks angekommen, ehe die Ferienanlage am nächsten Freitag für vier Wochen schließt. Bis zum 17. Dezember wird der Park dann in großem Stil renoviert. Exakt 504 000 Euro lässt sich das Unternehmen die Erneuerung kosten – gut die Hälfte des Renovierungs-Etats von einer Million Euro im Jahr.
Firmen aus der Region
Mindestens zwölf Fremdfirmen, fast alle aus der Region, werden die Aufträge ausführen, die der Regional-Wartungsmanager Christoph Neehuis und der Wartungsmanager des Parks, Peter Gerken, in Absprache mit Parkdirektor Christoph Muth vergeben haben. Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen das subtropische Badeparadies und die Ferienwohnungen.
Der Park wird im fünften Jahr in Folge für die Renovierung geschlossen, sagt Christoph Muth. Das habe sich bewährt, denn im Spätherbst sei Auslastung recht gering. Zudem werden die Gäste nicht durch die Arbeiten gestört. Dazu komme, dass immer noch Reste des Investitionsstaus abgearbeitet werden. Andere Centerparks hätten ein im Vergleich zur Belegung mit Urlaubern geringeres Renovierungs-Budget als Tossens, sagt Christoph Muth. Es werde auch nicht jeder Park für die Renovierung. geschlossen
Ein Schwerpunkt der Erneuerungsarbeiten ist das subtropische Hallenbad Aqua-Fun. Es bekommt nicht nur, wie in jedem Jahr, einige neue Fliesen, sondern auch eine Reverse-Osmose-Anlage im Wert von 65 000 Euro. Sie arbeitet das Badewasser so auf, dass es wieder Trinkwasser-Qualität hat, sagt Christoph Muth. Im Park Bispinger Heide habe sie sich schon bewährt und trage erheblich dazu bei, dass weniger klimaschädliches Kohlendioxid ausgestoßen wird.
Ein weiterer Beitrag zur Einsparung von Energie ist der Austausch der letzten 17 von ehemals 57 Unterwasserlampen. Die alten 250-Watt-Lampen werden durch neue 22-Watt-LED-Lampen ersetzt, die bei gleicher Leuchtkraft wesentlich weniger Strom brauchen. Jede neue Lampe kostet 1000 Euro.
Durch diese und einige weitere Investitionen erreicht Sunparks laut Christoph Muth das selbst gesteckte Ziel, seinen Energieverbrauch um zehn Prozent und den Kohlendioxid-Ausstoß um 20 Prozent zu senken.
Weitere 55 000 Euro investiert Sunparks in eine neue Lautsprecheranlage fürs Bad. Ihr einziger Zweck: Sie warnt die Gäste vor möglichen Gefahren – etwa einem Feuer in der Ferienanlage. Christoph Muth: „Sicherheit hat bei uns oberste Priorität.“
Zwei TV-Flachbildschirme
Auch in den Gästeeinheiten – 245 Ferienhäuser, 98 Apartments und 78 Hotelzimmer – tut sich einiges. 16 Ferienhäuser und 7 Apartments sind im vergangenen Jahr in die höchste Kategorie heraufgestuft worden, indem sie mit einer Sauna ausgestattet wurden. In diesem Jahr erhalten die Vier-Personen-Urlaubsdomizile neue Bäder, Küchen, Fliesen, Teppichböden, Vorhänge und einen zweiten Fernseh-Flachbildschirm – fürs Schlafzimmer.
Auch in den übrigen Ferienhäusern, Apartments und Hotelzimmer werden Fehler ausgebessert und Wände angemalt. Die Ausbesserungen werden jedes Jahr vorgenommen, die Wände alle drei Jahre aufgefrischt, sagt Christoph Neehuis. Der Burhaver, der auch für die gleichzeitigen Renovierungs-Schließungen in den Parks in der Eifel und in den Ardennen verantwortlich ist, erwartet für dieses Jahr allein in Tossens eine Malerrechnung von 25 000 Euro.
