TOSSENS - TOSSENS - So soll das zurzeit wenig ansprechende Strandbad Tossens nachhaltig aufgewertet werden: mehr original Nordsee, verbunden mit Blickpunkten und Angeboten, die beim Besucher zu Aha-Erlebnissen führen.
So läßt sich der neueste Stand der Überlegungen zusammenfassen. Wie die NWZ gestern auf Anfrage vom Geschäftsführer der gemeindeeigenen Butjadingen Kur und Touristik GmbH, Johannes Cassens, erfahren hat, sind jetzt alle Betroffenen zusammengekommen. „Wir haben konkretisiert, was bisher an Gedanken vorhanden war“, so Cassens.
• Ergebnis: Der Tossenser Strand solle stärker als bisher erlebt werden können als authentischer, als echter Nordseestrand am Nationalpark Wattenmeer. Dies solle in Einklang gebracht werden mit gewissen Aha-Erlebnissen für den Besucher. Wesentlich schöner als bisher und ebenfalls behindertengerecht solle auch der Deichübergang gestaltet werden.
An dem Gespräch haben auch teilgenommen: Bauamtsleiter Meinert Cornelius, Deichbandvorsteher Leenert Cornelius, Vertreter der Firma Knaus (Campingplatz-Pächter), Vertreter von Center Parcs (Betreiber und Eigentümer des Tossenser Ferienparks) und Mitglieder der so genannten Steuerungsgruppe der Gemeinde.
Ziel sei, so Geschäftsführer Cassens gestern weiter im Gespräch mit der NWZ : Künftig solle kein Gast mehr Strandeintritt zahlen müssen. Um dennoch angesichts der aufzuwendenden Investitions- und Unterhaltungskosten Geld hereinzubekommen, solle Eintritt genommen werden für besondere Angebote im Strandbad. So sei ein Veranstaltungsplatz mit einer Art Arena-Atmosphäre geplant (hier könnte zum Beispiel künftig das Sandkunst-Festival stattfinden). Auch solle eine Art Hochseilklettergarten entstehen.
Vorgesehen ist zudem: schmalere Gestaltung der Asphaltstraße zum Campinggelände, Wegfall der ersten zwei Stellplatz-Reihen und so Reduzierung der Camping-Stellplätze von bisher 400 auf künftig etwa 330.
Außerdem wird an einen kleinen Friesensportpark gedacht mit Boßelstrecke für interessierte Gäste. Bei den Geräten für einen Abenteuerspielplatz soll der Gast kein Plastik vorfinden, sondern naturgewachsenes Holz, das – so Johannes Cassens – „auch krumm und schief sein kann, so dass auch daraus etwas Besonderes werden kann.“
Eine weitere schöne Idee sei: Eventuell könnte am Ende einer großen Schlenge eine Plattform geschaffen werden als Anleger für Boote.
Geschäftsführer Cassens spricht von einer Ideenskizze, aus der jetzt konkrete Pläne mit Kosten-Ermittlungen entwickelt werden sollen. Damit ist ein Oldenburger Landschaftsarchitekt beauftragt worden. Bereits innerhalb der nächsten vier Wochen soll er alles erarbeiten.
Die Zeit drängt. Weil die entsprechenden Förderprogramme der Europäischen Union (EU) auslaufen, müssen nicht nur die ebenfalls geförderten touristischen Projekte im Seebad Burhave, sondern auch die in Tossens bis Ende 2006 realisiert werden.
Alleine für das Strandbad Tossens ist ein Investitionsaufwand von etwa 1,6 Millionen Euro vorgesehen. Das Land hat – wie berichtet – EU-Fördermittel in Höhe von 50 Prozent zugesagt.
Streichelzoo und Parkplatz möglich
