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TOURISMUS Piazza an Gräsermeer und Felsenband

Horst Lohe Tossens

TOSSENS - In einer Bauzeit von drei Monaten sind 1000 Kubikmeter Boden verschoben und 1250 Kubikmeter neuer Boden angeliefert und aufgefüllt worden. Auf einer rund 4000 Quadratmeter großen neuen Grünfläche sind 3500 Stück Gräser, 55 Bäume und Mehrstämmer, 350 Solitärsträucher, 2000 Stück Bodendecker und Stauden sowie 550 Heckenpflanzen in die Erde gebracht worden.

Die parkähnliche Grünanlage vor dem Zentralbereich des 1900-Betten-Ferienparks von Center Parcs in Tossens ist Mittwoch eingeweiht worden. Ferienparkdirektor Christoph Muth dankte der Gemeinde, der gemeindeeigenen Touristikgesellschaft und den ausführenden Firmen für die Zusammenarbeit.

Wie die NWZ bereits berichtet hat („Eintauchen in ein Meer aus Gräsern“, NWZ -Ausgabe vom 23. Mai), kann der Gast in der großen Mitte der Anlage eintauchen in ein Gräser-Meer. Wandeln kann der Gast darüber mittels eines sich durch das grüne Meer schlängelnden Felsenbandes (etwa 180 Meter lang). Dieses Felsenband besteht aus insgesamt 200 Tonnen Feldsandsteinen aus dem westfälischen Ibbenbüren. Zudem führt ein 20 Meter langer Steg über das Gräser-Meer.

Zur Anlage gehört auch eine Piazza (Durchmesser 18 Meter), die vor dem Gastronomiebereich angelegt und mit einer erhöhten, runden Holzbühne am Rand ausgestattet ist. Unter anderem sind auch ein Spielturm aus Eichenholz und zwei Notausgänge am Zentralgebäude entstanden. Center Parcs hat insgesamt 600 000 Euro investiert.

Der Tossenser Ferienpark sei kein abgeschlossenes Gelände, sondern bleibe für alle offen, betonte bei der Einweihung Direktor Muth. Bisher habe der Zentralbereich ein bisschen abgetrennt von der Strandallee gewirkt. Die neue Grünanlage lade ein zum Flanieren und zum Besuch. Hier könne auch ausruhen, wer sich auf den Weg zum neuen „Friesenstrand“ mache. Dem Besucher eröffne sich nun ein ganz anderer Einblick. Christoph Muth: „Das ist ein Augenschmaus.“


Bürgermeister Rolf Blumenberg sprach von einem „weiteren Meilenstein im Bemühen, den Tourismusstandort Tossens weiter zu entwickeln.“ Der Bürgermeister sieht drei zwischen Center Parcs und der Gemeinde vereinbarte Tossenser Projekte „nun nahezu umgesetzt“.

Wie mehrfach berichtet, handelt es sich dabei um die Verkehrsberuhigung der Strandallee, die neue Gestaltung des großen Platzes vor dem Ferienpark-Zentralbereich sowie um die Aufwertung des Tossenser Strandbades (Eröffnung als neuer „Friesenstrand ist am 7. Juli).

Wie die NWZ bereits in ihrer Augabe vom 23. Mai berichtete, bleibt die Gemeinde aus Sicht von Center Parcs freilich noch immer gefordert. Danach habe der Kurzurlaub-Anbieter Center Parcs in Tossens alle seine Versprechungen erfüllt. Die Gemeinde dagegen sei den im Jahre 2004 getroffenen vertraglichen Vereinbarungen noch nicht ganz nachgekommen.

Center Parcs sieht Nachbesserungsbedarf bei der ansprechenden Gestaltung der Strandallee und bei der Ausstattung des neuen Friesenstrandes. Noch ist unklar, wann und wie diese Nachbesserungen kommen sollen.

Bürgermeister Blumenberg machte dazu am Mittwoch keine Angaben, wohl aber Andeutungen. In den vergangenen dreieinhalb Jahren sei „ganz enorm etwas bewirkt worden durch die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Touristikgesellschaft und Center Parcs.“

Er gehe davon aus, so sagte der Bürgermeister, „dass wir die gute Partnerschaft mit Center Parcs fortsetzen werden.“ Die Gemeinde werde „eine ganze Reihe von Fragen aufgreifen“ und sei zuversichtlich, „den guten Weg fortsetzen zu können.“

Keine Erinnerung an kommunistische Zeiten

Die Rede war

stets von dem „zentralen Platz“, der vor dem Ferienpark-Zentralbereich (Gebäudekomplex mit Gastronomie, Tagungsräumen, Badelandschaft, Tennishalle und Hotel) gebaut werden sollte. Wie berichtet, verzögerte sich die Realisierung und änderten sich Finanzierung und Pläne.

Die jetzt fetiggestellte

große Grünanlage ist nach Auffassung von Landschaftsarchitekt Wolfgang Schramm aus Bremen „ein einladender Park geworden.“ Schramm am Mittwoch bei der Einweihung humorvoll: „Die Bezeichnung ’zentraler Platz’ erinnert eher an eine kommunistische Zeit.“
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