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Wirtschaft Ferienpark startet zurück in die Zukunft

TOSSENS - Wer seinen Urlaub in einem Center Parcs verbringt, weiß was er für sein Geld bekommt. Wer seinen Urlaub in einem Sunparks verbringt, bekommt gewiss nichts Schlechteres – aber weil er das nicht weiß, bucht er vielleicht erst gar nicht. Und deshalb heißt der Sunparks in Tossens jetzt wieder Center Parcs.

Nordseeküste bleibt

Für den Ferienpark ist das ein Start zurück in die Zukunft, denn bis Ende 2008 hieß er schon einmal Center Parcs. Seit Neujahr trägt er wieder diesen Namen – und zwar mit dem Zusatz „Nordseeküste“.

„Wir verbinden eine bekannte Marke mit einer bekannten Destination“, erklärt der Parkdirektor Christoph Muth. Jetzt heißt auch der überdachte Marktplatz nicht mehr Parc-Center, sondern wieder Market-Dome und das subtropische Badeparadies nicht mehr Aquafun, sondern Aqua Mundo – wie in allen anderen Center-Parcs auch.

Denn ein großer Teil der Urlauber in der Ferienanlage sind Stammgäste – mit anderen Worten: Menschen, denen Verlässlichkeit und ein gewisser Wiedererkennungswert wichtig sind.

Und für diese Urlauber sind Namen eben nicht Schall und Rauch, wie sich nach der Umbenennung von vier Center Parcs in Sunparks herausstellte: In Zandvoort und Limburgse Peel in den Niederlanden und im deutschen Sunparks Eifel gingen die Buchungen zunächst stark zurück, in Tossens auch, wenn auch nicht so stark, wie Christoph Muth sagt. Nicht nur der Name der Parks war verändert worden, auch die Bezeichnungen für Häusertypen und die Vergünstigungen für Stammgäste – intern „Repeater“ oder, netter noch, „loyale Gäste“ genannt – hatten sich verändert.


Sunparks ist ein belgisches Unternehmen, das Center Parcs 2008 übernommen hatte. In Belgien habe es einen sehr guten Ruf, weshalb der Name dort beibehalten werde, erläutert Muth. In Deutschland und den Niederlanden dagegen sei Sunparks keine bekannte Größe, und es hätte viel Geld gekostet, dies zu verändern, sagt der Parkdirektor weiter.

Deshalb gibt es in Deutschland jetzt wieder 4 Center Parcs: Bispinger Heide, Hochsauerland, Eifel und natürlich Nordseeküste in Tossens. In den Niederlanden gibt es jetzt 9 Center Parcs, in Belgien 3 und in Frankreich 5 – zusammen 21.

Übrigens ist Center Parcs auch gar kein Unternehmen mehr, sondern nur noch eine Marke. Es gehört zu dem größten europäischen Kurzferien-Anbieter Pierre & Vacances mit Sitz in der französischen Hauptstadt Paris, von dem es 2002 übernommen worden war. Zuvor hatte die ursprünglich holländische Gründung mit Sitz in Rotterdam einer schottischen Brauerei gehört.

20 Prozent Zuwachs

Doch allen Wechselfällen des Wirtschaftslebens zum Trotz waren die Gäste gerade dabei, den Namen Sunparks zu akzeptieren. Denn die Buchungen für dieses Jahr sind schon jetzt deutlicher höher als vor einem Jahr, wie Muth sagt. Der finanzielle Zuwachs mache 20 Prozent aus. Das liegt aber nicht zuletzt an den Frühbucher-Rabatten, die gerade der Tossenser Park in der Nebensaison bietet. Dann liegen die Preise im besten Fall nur bei einem Drittel von denen in der Hauptsaison. So starke Rabatte biete kein anderer Center Parcs, sagt Christoph. Doch das habe seinen Grund: Im Winter sei der Preis das einzige Argument für einen Urlaub an der Nordsee.

Angesichts dieser Vergünstigungen werden es die Gäste gewiss verschmerzen, dass das Personal noch einige Wochen lang die rot-gelb-braune Sunparks-Uniform tragen wird und die Center-Parcs-Fahnen noch bis Mai auf sich warten lassen.

Henning Bielefeld
Henning Bielefeld Redaktion Nordenham (Stv. Leitung), Redaktion Stadland
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