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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Flugzeugbau: Airbus fliegt tief in rote Zahlen

30.10.2020

Toulouse /Hamburg /Bremen /Nordenham /Varel Die Corona-Krise und der geplante Abbau von rund 15 000 Jobs haben den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus im dritten Quartal tief in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 767 Millionen Euro nach einem Gewinn von 989 Millionen ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Donnerstag in Toulouse mitteilte. Besonders teuer schlug der Stellenabbau zu Buche. Airbus legte für den geplanten Umbau 1,2 Milliarden Euro zur Seite.

Im laufenden Geschäft brach der Umsatz wegen der gebremsten Auslieferung von Passagierjets im 3. Quartal im Jahresvergleich um 27 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro ein. Der um Sonderkosten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) sackte um 49 Prozent auf 820 Millionen Euro ab, fiel aber höher aus als von Analysten erwartet.

Zudem verbuchte das Unternehmen von Übernahmen und Kundenfinanzierungen einen positiven Mittelzufluss. Das Management peilt hier auch für das vierte Quartal mindestens eine ausgeglichene Entwicklung an.

Nach neun Monaten ergibt sich folgendes Bild: Es kamen, getragen vom ersten Quartal (vor Corona), 300 neue Aufträge für Verkehrsflugzeuge herein, gegenüber 127 ein Jahr zuvor. Der Umsatz schrumpfte drastisch auf 30,2 (vor einem Jahr: 46,2) Milliarden Euro. Hier schlägt vor allem der Auslieferungs-Einbruch auf nur noch 341 (571) Verkehrsflugzeuge durch. Der berichtete Betriebsverlust (Ebit) erreichte fast 2,2 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 2019 hatte der Konzern mit seinen einbezogenen Töchtern (wie Premium Aerotec/PAG) noch 3,4 Mrd. Euro Betriebsgewinn eingefahren. Die unterausgelasteten Kapazitäten und steigenden Verluste waren Grund für wachsende Sorgen vor Ort.

Am Donnerstagabend kam aber eine gute Nachricht von Airbus-Finanzchef Dominik Asam. So sollen auch dank der verlängerten Kurzarbeitsregeln in Deutschland und Frankreich deutlich weniger als die zunächst geplanten 15  000 Jobs wegfallen. „Wir sprechen schon von ein paar Tausend Stellen“, sagte Asam. Unter den 15 000 gefährdeten Stellen waren 6000 in der Verkehrsflugzeugsparte in Deutschland, davon 900 bei der Tochter Premium Aerotec.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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