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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Tourismusgeschäft in Deutschland brummt

11.02.2015

Wiesbaden Der Boom im Deutschland-Tourismus hält an: 2014 brachte den fünften Übernachtungsrekord in Folge. 424 Millionen Übernachtungen von Touristen und Geschäftsreisenden zählte das Statistisches Bundesamt nach vorläufigen Angaben vom Dienstag. Damit stieg die Zahl zum Vorjahr nochmals um drei Prozent.

Getrieben wurde der Zuwachs einmal mehr vor allem von Gästen aus dem Ausland. Ihre Übernachtungszahl erhöhte sich binnen Jahresfrist um fünf Prozent auf 75,5 Millionen. Bei inländischen Gästen gab es ein Plus von drei Prozent auf 348,5 Millionen. Die Statistik berücksichtigt Pensionen und Hotels mit mindestens zehn Schlafplätzen.

„Deutschland als Gastgeberland ist international beliebt wie nie“, kommentierte Dehoga-Präsident Ernst Fischer die Zahlen. Der positive Übernachtungstrend spiegele sich auch in Wachstum und Beschäftigung der Gesamtbranche wider: „In den vergangenen zehn Jahren haben Hoteliers und Gastronomen mehr als 212.000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen, ein Plus von rund 30 Prozent.“

Auch der Dezember lief sehr gut für die Hotellerie. 26,0 Millionen Gästeübernachtungen bedeuteten ein Plus von sechs Prozent zum Vorjahresmonat, wie die Statistiker mitteilten. Zum Jahresende stieg die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste mit neun Prozent auf 5,3 Millionen ebenfalls besonders rasant. Bei inländischen Gästen zählte die Behörde einen Anstieg um fünf Prozent auf 20,7 Millionen.

Der Deutsche Tourismusverband (DTV) rechnet damit, dass sich die positive Entwicklung der vergangenen Jahre 2015 mit einem Wachstum von bis zu zwei Prozent fortsetzt. „Die stabile Kaufkraft und Urlaubslust der Deutschen spielt dabei eine entscheidende Rolle“, sagte DTV-Hauptgeschäftsführerin Claudia Gilles kürzlich.

Hingegen klagte Dehoga über neue bürokratische Hürden. Fischer sagte: „Mindestlohn plus Arbeitszeitdokumentation, Allergenkennzeichnung, ein starres Arbeitszeitgesetz oder Bettensteuern - das und mehr gefährdet Wachstum und Arbeitsplätze.“

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