Im Nordwesten - An der Nordseeküste werden in diesen Tagen die freien Betten knapp. Schon in der Vorweihnachtszeit suchen viele Besucher am Meer Ruhe und Besinnlichkeit, an den Feiertagen sowieso und ab dem 2. Weihnachtstag bis ins neue Jahr wird mit dem größten Andrang gerechnet. Über 70 Prozent der Unterkünfte an der Küste und auf den Inseln sind Ferienwohnungen.
„Die Auslastung ist sehr gut. Aber auch für Kurzentschlossene bestehen bei den Ferienwohnungen durchaus noch Möglichkeiten“, sagt die Geschäftsführerin der Wangerland Touristik, Ute Draschba. Was die Nachfrage zusätzlich befeuert hat: Die Feiertage liegen günstig.
Der größte Andrang herrscht traditionell auf den ostfriesischen Inseln. Hier werde es schwer, so Draschba weiter, noch eine Unterkunft zu finden. „Man sollte es auf den Inseln trotzdem ruhig versuchen“, rät Holger Kohls (Wangerooge), Sprecher der Insel-Bürgermeister. „Betten sind zwar noch in allen Kategorien zu haben, aber Urlauber sollten besser nicht ohne Buchungen kommen“, meint Thomas Pree vom Tourismus-Marketing der Insel Langeoog.
Einen Run erwartet auch die Nordseeinsel Norderney, auf die zum vorigen Jahreswechsel rund 22 000 Gäste gereist waren. „Das werden wir voraussichtlich toppen“, hofft Herbert Visser vom Marketing des Staatsbades.
Vor allem kommen in diesen Tagen die Gäste „wetterunabhängig“: Den meisten Touristen geht es nun vor allem ums Abschalten, die Abgeschiedenheit und die Erholung.
Der stärkste Anreisetag ist traditionell der 26. Dezember, also der 2. Weihnachtstag. „Die meisten bleiben auch bis Ende der ersten Januarwoche“, so Holger Kohls. Nur ein kleiner Teil der Gäste reise Silvester an und Neujahr schon wieder ab. Auch die Gastronomie und die Geschäftswelt haben sich auf den Ansturm der Gäste eingestellt. Kohls: „Die meisten öffnen jetzt für diese Zeit wieder. Das ist quasi wie Saison, es ist Leben auf der Insel.“
Vermehrt im Einsatz sind über Weihnachten und Neujahr auch wieder die Fähren. In der Woche nach Weihnachten steuern pro Tag vier Fähren Wangerooge an.
