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TOURISTIKGESELLSCHAFTEN Auf Kurs Richtung einer schwarzen Null

Keine Verhandlungen über Einigung mit Cassens

Bisher

hat es keine Verhandlungen mit dem Ende Januar fristlos entlassenen Tourismus-Geschäftsführer Johannes Cassens über eine einvernehmliche Beendigung des Vertragsverhältnisses gegeben und auch zurzeit gibt es keine solchen Verhandlungen. Das teilte Bürgermeister Rolf Blumenberg am Donnerstag auf Anfrage der NWZ mit. Zuvor hatte Aufsichtsratsvorsitzender Lutz Timmermann über ein Schreiben des Anwalts von Cassens informiert, das am Mittwoch eingegangen sei. Darin habe der Anwalt mitgeteilt, dass Klage wegen Feststellung der Unwirksamkeit der Kündigung beim Landgericht in Oldenburg erhoben worden sei. Die Klage sei bereits am 13. Februar erhoben worden. Auf die Frage, wie lange sich die Rechtsauseinandersetzung hinziehen könnte, sagte Bürgermeister Blumenberg: Nach Einschätzung des Anwalts der Gemeinde sei in diesem Jahr 2009 zumindest nicht mit einer endgültigen Entscheidung zu rechnen.

Die Investitionssumme ist gedeckelt. Aber Einzelheiten sind noch immer nicht entschieden.

Von horst Lohe

Butjadingen Nach entsprechenden Beschlüssen der Aufsichtsräte hat jetzt die Gesellschafterversammlung der Butjadinger Tourismus-Servicegesellschaft (TSB) den von Geschäftsführer Karl-Heinz Kahler erstellten Wirtschaftsplan 2009 verabschiedet.

Bürgermeister Rolf Blumenberg (parteilos) leitete die Versammlung und kündigte an, dass der Jahresabschluss 2008 vor der Fertigstellung steht.


Die Wirtschaftspläne 2009 der gemeindeeigenen Butjadingen Kur und Touristik GmbH (BKT), die Eigentümerin des gesamten Touristikbetriebes ist, und der TSB, die den gesamten Betrieb gepachtet hat und an der zu 50 Prozent Private beteiligt sind, enthalten erstmalig eine Finanz- und Liquiditätsplanung mit detaillierter Aufteilung auf Kostenstellen.

Die Einnahme-Erwartungen sind um mehr als 120 000 Euro nach unten korrigiert worden. Zusätzliche Einsparungen sind eingeplant worden. Es ist keine neue Kreditaufnahme vorgesehen. Entsprechend dem im Dezember vom Gemeinderat beschlossenen Konsolidierungskonzept ist eine außerordentliche Tilgung der BKT von 100 000 Euro vorgesehen.

Die Investitionen für 2009 sind auf die Gesamtsumme von 219 000 Euro gedeckelt worden. Noch immer ist aber nicht beschlossen, für welche Einzelmaßnahmen welche Summen ausgegeben werden sollen. Dies verwundert umso mehr, als die Ratsfraktionen bis zum 25. März Vorschläge machen sollten und der Aufsichtsrat am 25. März beraten sollte. Aufsichtsratsvorsitzender Lutz Timmermann (FDP) sagte Donnerstag auf Nachfrage der NWZ : Der Investitionsplan habe jetzt nicht auf der Tagesordnung gestanden.

Der operative TSB-Betrieb wird aus dem Gemeindehaushalt mit 246 000 Euro unterstützt. Gemäß Wirtschaftspläne übersteigen die Aufwendungen die Erträge bei der TSB um 13 000 Euro und bei der BKT um 126 000 Euro.

Wegen der vorsichtig kalkulierten Erlöse und Bedarfe ist laut Kahler, Blumenberg und Timmermann bei einigermaßen freundlichem Saisonverlauf mit einem Ergebnis Richtung einer schwarzen Null zu rechnen. Die Liquidität im Finanzplanungszeitraum bis 2011 sei durchgängig darstellbar.

Wie die NWZ berichtete, hat die Leiterin der Buchhaltung, Petra Wennekamp, zum 30. April gekündigt. „Wenn einer Mitarbeiterin ein besseres Angebot vorliegt, dann ist das eben so“, sagte dazu am Donnerstag auf NWZ -Fragen Geschäftsführer Karl-Heinz Kahler. Die Stelle werde neu ausgeschrieben.

Außerdem werde geprüft, ob die Finanzabteilung eventuell ausgelagert wird. Da auch eine weitere der insgesamt drei Mitarbeiterinnen der Finanzabteilung gekündigt habe, werde zunächst die verbliebene Mitarbeiterin Carmen Aquistapace – sie ist seit zehn Jahren im Hause tätig – die Arbeiten mit externer Hilfe fortführen.

Auf die Frage, warum noch nicht über die bereits seit Monaten diskutierte Auslagerung der Finanzabteilung entschieden worden ist, antwortete Aufsichtsratsvorsitzender Timmermann: „Weil wir eine gute Finanzbuchhalterin hatten. Es bestand also keine Eile.“

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