Ganderkesee - Hell sollte es sein und vor allem Platz bieten: Die Suche nach einem Atelier in Ganderkesee (die NWZ  berichtete) gestaltete sich für Manfred Vaeth schwieriger als angenommen. 2010 hatte der heute 63-Jährige seine Tätigkeit als Pilot und Fluglehrer bei der Lufthansa beendet. Dass er sich in der Zeit danach auf seine Passion, die Fotografie, konzentrieren würde, stand schon lange vorher fest. Ausgebildeter Fotograf war der gebürtige Rheinländer schon vor seiner Fliegerkarriere.

„Ich habe zwei Jahre lang nach geeigneten Räumen gesucht“, berichtet Vaeth. Fündig wurde er schließlich im März dieses Jahres im Industriepark. Im Juli eröffnete er hier, in der Kantine einer ehemaligen Werkzeugfabrik, schließlich sein Studio. Und das lässt jedes Fotografenherz höher schlagen: Im Mittelpunkt des 100 Quadratmeter großen Raumes befindet sich eine acht Meter breite, vier Meter hohe und acht Meter tiefe Hohlkehle, die es Vaeth ermöglicht, den Hintergrund schattenfrei auszuleuchten.

In seinem Studio konzentriert sich Manfred Vaeth auf die Porträtfotografie. Aber auch Industriefotografie, Firmenvorstellungen, Workshops und noch vieles mehr bietet er an. Zu den Kunden, die inzwischen den Weg in das Ganderkeseer Studio finden, zählen Models, Schauspieler und Sänger. Rund eine Million Fotos hat Vaeth inzwischen auf seinen Festplatten archiviert. Viele davon stammen von seinen Auslandsaufenthalten.

Einen lang gehegten Traum hat sich der Ganderkeseer mit seinem Studio bereits erfüllt – einen weiteren trägt er noch mit sich herum: „Ich möchte einen Bildband über die Menschen am Baikalsee erstellen“, berichtet er. Er interessiere sich dafür, wie diese mit ihren widrigen Lebensbedingungen zurecht kommen. Aus der Luft kennt er die Region gut; gerne möchte Manfred Vaeth sie nun aus der Nähe abbilden.

Karoline Schulz
Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee