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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Traumschiff erhitzt Gemüter

12.06.2012

BERLIN Es ist das einzige große Kreuzfahrtschiff, dass noch unter deutscher Flagge auf hoher See unterwegs ist. Es ist sogar im deutschen Fernsehen bekannt – aus der Serie „Traumschiff“. Und es trägt den Namen „MS Deutschland“. All das scheint für die Reederei Peter Deilmann kein Hindernis zu sein, das Kreuzfahrtschiff auszuflaggen. Dass in Zukunft die maltesische Flagge im Seewind wehen soll, erhitzt die Gemüter.

Scharf reagiert hat die Bundesregierung. „Die MS Deutschland unter die Flagge von Malta zu stellen ist ein Vorgang, den wir nicht mit Amüsement aufgenommen haben in der Regierung“, sagte der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Staatssekretär Hans-Joachim Otto, am Montag auf einer Konferenz in Hamburg. Er nannte die Ausflaggung „ärgerlich und überflüssig“. Otto sagte, er hoffe, „dass es uns gelingt, die Reederei von diesem Kurs abzubringen“.

Die 175 Meter lange, sehr vornehme und teure „Deutschland“ ist das Flaggschiff der Reederei aus Neustadt in Schleswig-Holstein. Eine Firmensprecherin begründete den Flaggenwechsel damit, „sich der allgemeinen Marktsituation anpassen“ zu wollen.

Für die Besatzung wäre die Ausflaggung mit erheblichen Änderungen rechtlicher und finanzieller Art verbunden, sagte Hans-Joachim Otto bereits am Sonnabend in Berlin.

„Wenn Mitarbeiter offene Fragen zum Registerwechsel haben, dann sprechen wir darüber und suchen Lösungen“, sagte dazu die Unternehmenssprecherin der Reederei, Kornelia Kneissl. Es gebe außerdem keine Absicht, die Crew zu verändern. „Der Charakter des Schiffes wird nicht verändert. Traumschiff bleibt Traumschiff“, so Kneissl.

Otto appellierte an die Reeder, ihrer Verantwortung und ihren klaren Zusagen für den Standort Deutschland gerecht zu werden. Dies gelte besonders für den Eigentümer des Schiffes, das den Namen dieses Landes trage.

Fernsehzuschauer müssen auf ihr gewohntes Traumschiff aber wohl nicht verzichten. Auf die Frage, ob es denn denkbar sei, dass während der Aufnahmen statt maltesischer deutsche Flaggen ins Bild genommen werden, hieß es beim ZDF: „Im Übrigen handelt es sich nicht um eine Dokumentation, sondern um eine fiktionale Reihe, bei der gewisse Freiheiten durchaus erlaubt sind.“

Der Sender gehe davon aus, dass sich für das „Traumschiff“ und die ZDF-Crew nichts ändern wird.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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