Feldhausen - „Schafe – nützlich oder was?“ lautete der Titel der zweiten „Vorlesung“ im ersten Halbjahr 2015 des Campus Nordenham/Butjadingen. Die damit verbundene Frage konnten 45 Kinder nach ihrem einstündigen Besuch in der Deichschäferei der Familie Plümer in Feldhauserdeich mit einem klaren „Ja“ beantworten.
Begleitet von Astrid Ripkens, die beim Verein Nordenham Marketing & Touristik (NMT) für das Projekt „Kinder wissen - mehr“ (Kiwi) zuständig ist, erfuhren die Mädchen und Jungen von Anke Plümer, welch große Bedeutung die Schafe für den Schutz und Sicherheit der an der Küste lebenden Menschen haben.
Als sogenannte „Trippelwalze“ oder „vierbeiniger Rasenmäher“ verfestigen die auf den Deichen grasenden Schafe den Boden und halten die Grasnarbe kurz, damit die Erdwälle den Sturmfluten standhalten können. Dies ist auch die Aufgabe der zehn Deichschäfereien an der 148 Kilometer langen Deichstrecke des für die Wesermarsch zuständigen II. Oldenburgischen Deichbandes.
12 000 bis 15 000 Schafe grasen jährlich auf den Deichen in der Wesermarsch, wobei den Deichschäfereien vorgegeben ist, wie viele Tiere es mindestens sein müssen. Pro Hektar müssen es sieben Mutterschafe sein, berichtete Anke Plümer. Da die Deichschäferei Feldhausen für einen 13 Kilometer langen Deichschnitt mit 70 Hektar zuständig ist, verfügt sie über über 500 Mutterschafe.
Die hatten in den vergangenen Wochen rund 700 Lämmer zur Welt gebracht, sehr zur Freude der Kinder. Sie erhielten von Anke Plümer auch allerlei Informationen über die Schafzucht.
