Mit Pinsel und Rolle kann Kay Mensing bestens umgehen. Kein Wunder, denn der 39-Jährige ist seit fast 25 Jahren Maler und Lackierer. „Mit 15 bin ich in die Lehre gegangen“, erinnert sich der Vareler. Sein Traumberuf war es zunächst jedoch nicht, wie er offen zugibt. „Eigentlich wollte ich Tischler oder Bautischler werden“, erzählt Mensing. „Doch damals herrschte in der Branche Flaute.“
Durch Bekannte entstand dann der Kontakt zum damaligen Lehrbetrieb in Obenstrohe. „Ich war froh, überhaupt etwas gefunden zu haben und meinen Gesellenbrief machen zu können“, erinnert sich Mensing.
Und mit den Jahren kam dann auch immer mehr die Lust an dem Beruf. „Es ist zwar oft belastend wegen der Lacke und Farben und der Arbeit auf einer Leiter“, sagt der 39-Jährige. „Aber es macht auch viel Spaß.“ Vor allem dann, wenn ungewöhnliche und spannende Arbeiten verrichtet werden müssen. „Zum Beispiel der Außenanstrich einer Yacht, das ist schon etwas Außergewöhnliches und Besonderes.“
Seit zwei Jahren arbeitet Mensing nun beim städtischen Bauhof in Varel. „Vorher war ich arbeitslos“, erzählt er. Der Brief von der Stadt mit der Einladung zur Vorstellung kam daher wie gerufen für den 39-Jährigen. „Und es hat ja zum Glück geklappt.“ Derzeit möbelt der Maler und Lackierer die Laternen, Mülleimer und Fahrradständer in der Vareler Innenstadt auf.
Und wie erholt er sich nach getaner Arbeit? „Ein bisschen Kraftsport treiben“, erzählt der Junggeselle. Ein guter Ausgleich zur anstrengenden Arbeit, findet Mensing. Und nutzbringend zugleich: Denn Kraft in den Armen braucht ein Maler und Lackierer schließlich oft im Berufsalltag.eic
Kay Mensing
Maler und Lackierer
