Chania/Hannover - TUI Deutschland hat die Wintersaison mit einem Umsatzplus von drei Prozent abgeschlossen. Vor allem das Fernreisen- und Online-Geschäft sowie die konzerneigenen Konzepthotels bescherten dem Reiseveranstalter den Erfolg. Das teilte der Branchenprimus aus Hannover am Montag bei der Vorstellung der Winterkataloge 2015/16 in Chania auf Kreta mit.

Im Sommergeschäft verzeichnet TUI Deutschland derzeit ein Plus von sechs Prozent, der größte Wachstumstreiber sind dabei Fernreisen mit 45 Prozent. Für den kommenden Winter werde weiteres Wachstum erwartet, so Ralf Horter, Vertriebschef TUI Deutschland.

Die gute Nachricht für Verbraucher: Im Winter sollen die Preise stabil bleiben. Mittelmeerreisen bewegen sich auf Vorjahresniveau, Fernreisen würden auf vielen Strecken sogar günstiger. Autoreiseziele verteuern sich um ein bis drei Prozent. Für die Schweiz kündigte TUI die Einführung einer „Preisbremse“ an. Durch Gratisleistungen, wie kostenfreie Skipässe, sollen währungsbedingte Preissteigerungen von 20 Prozent auf rund fünf Prozent abgepuffert werden, erklärte Chef-Touristiker Oliver Dörschuck.

Mit dem größten Flugangebot aller Zeiten gehe TUI in die Wintersaison. Durch die neue Premium-Partnerschaft mit der Lufthansa-Tochter Eurowings werde das Flugangebot erheblich erweitert. Außerdem kommen mit Katar, Japan, Südkorea, Nepal und Bhutan neue Fernziele ins Programm. „In den kommenden Jahren streben wir nach der Mittelstrecke auch die Marktführerschaft auf der Fernstrecke an“, sagte Horter.

Der Fernreiseboom beflügele auch die Geschäftsentwicklung im Preiswert- und im Luxussegment: Sowohl die Budget-Marke 1-2-Fly als auch das Luxuslabel Airtours profitierten davon.


Auf der Mittelstrecke liege Griechenland sogar noch leicht über dem Rekordniveau des Vorjahres. TUI wolle mit der Programmpräsentation auf Kreta bewusst ein Zeichen setzen und die Griechen in dieser schwierigen Phase unterstützen, sagte Horter. Zu den Gewinnern im Sommer 2015 zählen außerdem Ibiza (plus 20 Prozent), Portugal (plus 24 Prozent) und Kroatien (plus 14 Prozent).