Hude - Mit der „kleinen Lösung“ zum Tunnelausbau im Bereich der Kreisstraße 226, wie sie der Huder Rat auf den Weg gebracht hat, sind viele Landwirte nicht einverstanden. Das wurde auch bei einer Diskussionsveranstaltung mit den drei parteilosen Bürgermeisterkandidaten Uta Rose, Frank Müller und Holger Lebedinzew im Gasthaus „To’n Drögen Schinken“ noch einmal deutlich. Das Nadelöhr Vielstedter Straße sei „das größte Huder Problem“, meinte ein Zuhörer.

Dass die Entscheidung für die kleine Lösung (Bau eines zusätzlichen Tunnels nur für Fußgänger und Radfahrer neben der jetzigen einspurigen Bahnunterführung) der großen Lösung (zweispuriger Neubau mit einer Durchfahrtshöhe von 4,50 Metern) vorgezogen wurde, entspreche dem deutlichen Ergebnis der Bürgerbefragung von 2011, stellten die drei Kandidaten unisono fest. Wer auch immer von ihnen neues Gemeindeoberhaupt wird: Er oder sie steckt in der Zwickmühle, weil sich der Bürgermeister über das Bürgervotum und die Beschlusslage des Rates nicht hinwegsetzen sollte, hieß es. Das Thema wird die Huder Politik noch viel beschäftigen.

Lebedinzew, Rose und Müller stellten sich auf der Versammlung vor, die von den Landvolk-Vertretern Renke Dählmann und Ingo Wachtendorf moderiert wurde.

Der desolate Zustand vieler ländlicher Wege war neben dem „Tunnel-Problem“ ein Thema, das besonders den Landwirten auf den Nägeln brennt. Wie auch der Flächenverbrauch für Ausgleichsmaßnahmen im Zuge der Schaffung von Wohnbau- und Gewerbeflächen, die Entwicklung der Höfe, Baumschutz oder die Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude