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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Manager: Turbulente Zeiten für Versorger EWE

16.09.2016

Oldenburg /Westerstede Während sich das öffentliche Interesse bei der EWE zurzeit auf die Beurlaubung des Vorstandsmitgliedes Nikolaus Behr konzentriert, läuft um den Oldenburger Versorger offenbar zugleich eine Schlammschlacht um vermeintliche Details aus dem Konzern. Ein Hintergrund dürfte die in Arbeit befindliche neue Strategie sein – naturgemäß haben solche Projekte der Vorstandsspitze nicht nur Freunde. Und es sickert Kritisches durch.

So wollen Kritiker erfahren haben, dass die neue Strategie von der Beraterfirma McKinsey erarbeitet wurde – und „über eine Million Euro“ kostete. Zu den Kosten mache man „wie bisher auch keine Angaben“, sagte dazu ein EWE Sprecher. Dass man bei der Konzeptionierung der Strategie von externen Beratern unterstützt werde, sei ein „für ein Unternehmen dieser Größe übliches Vorgehen“.

Keine Reaktion gab es auf lancierte Behauptungen, EWE könnte im Rahmen der Strategie einen weiteren Auslandsmarkt (bisher: Türkei/Polen) anvisieren und eine Reduzierung der Kraftwerkskapazitäten in Bremen vorsehen.

Das Unternehmen verteidigte auch, Geld im Rahmen einer „Media Night“ der CDU „transparent“ gespendet zu haben – „wie auch 25 weitere Unternehmen“. Man behandele gemäß der Compliance-Bestimmungen alle demokratischen Parteien gleich. Es sei „um ein Vielfaches weniger“ gegangen als von Kritikern (50 000 Euro) in den Raum gestellt. In Berlin und Brüssel würden viele für EWE relevante Entscheidungen getroffen, erläuterte der Sprecher. Deshalb pflege man Kontakte. In diesem Zusammenhang würden auch Veranstaltungen von politischen Parteien unterstützt.

Ein Informant will auch von einem „Flug zur Russen-Party nach Nizza“ erfahren haben. Der EWE-Sprecher meinte, eine Reise nach Nizza habe dem „Austausch mit russischen Geschäftspartnern gedienet“. Die damals politisch angespannte Lage in der Türkei habe einen „Austausch notwendig gemacht“.

Dies dürfte den Aufsichtsrat bei der Sitzung am Montag kaum interessieren. Es dürfte wohl um Strategiefragen gehen. Zu der Sitzung wurden auch Unterlagen versandt. In einer zweiten, außerordentlichen Versammlung geht es um die sofortige Freistellung von Vorstand Nikolaus Behr. Dazu habe es keine Unterlagen vorab gegeben, bestätigte Aufsichtsratsmitglied Peter Meiwald (Bundestagsabgeordneter der Grünen/Westerstede) auf Anfrage.

Von der Sitzung am Montag wird erwartet, dass die Vorgänge, die zu der Beurlaubung führten, ans Licht kommen. Es geht dabei auch um Detektivarbeit. Unbestätigt ist, dass konkret die Autobewegungen eines Ex-Mitarbeiters überwacht wurden.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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