Lemwerder - Neben der Bereitstellung der Gelder für den Umbau der Begu brachten die Mitglieder des Finanz- und Planungsausschusses der Gemeinde Lemwerder am Donnerstagabend auch noch eine zweite kostspielige Maßnahme auf den Weg: Sie entschieden einstimmig, 400 000 Euro in den Haushalt 2013 zu stellen, um damit die angedachten Baumaßnahmen für die Kleine Turnhalle zu finanzieren.
Zwar standen auch an diesem Abend noch nicht alle erwünschten Unterlagen durch die EWE zur Verfügung, dennoch sahen es alle Mitglieder des Ausschusses als notwendig an, die Maßnahme durchzuführen. Und sie entschieden sich für die umfangreichste aller Baumaßnahmen. Das heißt: Nicht nur die Außenwand wird gedämmt, sondern das gesamte Dach wird erneuert und in diesem Zusammenhang mit einer Solaranlage bestückt. Das hatten die Vertreter des Energieversorgers bei einer Beratung empfohlen. Wenn die Baumaßnahme beendet ist, dürfte die Halle aus energetischer Sicht höchsten Ansprüchen genügen.
Der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, die beim Ausbau der Radwegverbindung von Altenesch nach Deichshausen für die große Lösung plädiert hatte wurde abgelehnt. Statt der von den Grünen erhofften 100 000 Euro wurden nur 25 000 Euro in den Haushalt gestellt. Damit soll der landwirtschaftliche, der parallel zum geraden Teil der Ernst-Piper-Straße und Bahntrasse verläuft, für die Radfahrer hergerichtet werden. Im Bereich der Kurven müssen die Radler auf die Straße ausweichen. Zudem betonte Bürgermeister Hans-Joachim Beckmann, dass in diesem Bereich die Gemeinde keine eigenen Grundstücke besitze und fügte an, dass der Ausbau des kurzen Stückes unverhältnismäßig teuer werde.
20 000 Euro stellten die Ausschussmitglieder für die Planung der Ortsgestaltung von Lemwerder bereit. Und auch die „Chronik Walfang“, die das Schifffahrtsmuseum Brake herausgeben will, wird von der Gemeinde unterstützt.
Vorbereitet wurde eine Beteiligung der Gemeinde an der EWE Netz GmbH. Mit 280 000 Euro kann Lemwerder sich in diesem Jahr beteiligen. Das geht aus der vorläufigen Bewertung des Unternehmens hervor. Dieses Geld wurde vorläufig in den Haushalt eingestellt. Der Energieunternehmer garantiert bis 2018 eine jährliche Dividende von 4,9 Prozent. 2018 hat die Gemeinde dann eine zweite Chance, mehr zu zeichnen. Entschieden wird der Einstieg in der zweiten Jahreshälfte.
