Tweelbäke/Nordenholz - Die Erde im Boden ist nicht mehr durch den Frost wie versiegelt. Langsam recken die Osterglocken ihre Hälse aus dem Gras und stimmen schon mal auf die Feiertage ein. Bevor die Festtage losgehen, kann der Garten nicht nur mit bunten Ostereiern dekoriert werden. Auch Bäume, Sträucher, Stauden, Bodendecker und Co. dürfen bereits gepflanzt werden.
„Am besten ist es, die Bäume und Pflanzen so früh wie möglich in die Erde zu bringen“, rät Rudolf Tönjes. Obwohl seine Tochter Silke Tönjes-van Tol das Familienunternehmen führt, packt der Meister gern noch mit an. Die Pflanzen würden jetzt leichter anwachsen. Außerdem müsste noch nicht so viel gegossen werden, da der Boden noch nicht so ausgetrocknet und die Temperaturen nicht so hoch sind.
Die frühblühenden Zwiebelpflanzen, wie Narzissen und Tulpen sollten jetzt mit einem schnell wirkenden Dünger bedacht werden. Sie können die Nährstoffe nur bis zu dem Zeitpunkt in die Zwiebel einlagern, bis die Blätter abgestorben sind, rät Lars Siefken von der Baumschule Siefken. Dann blühen sie noch schöner. Darum dürfen die Blätter auch nicht entfernt werden, solange sie nicht abgestorben sind.
Der Rasen kann Ende März auch schon von Moos befreit, belüftet und gedüngt werden. Spätestens im April sollten Obstbäume und Beerensträucher auf die ersten Schädlinge kontrolliert werden und die Rosen ihren Grundschnitt erhalten sowie Lavendel, Kräuter, Hortensien, Sommerflieder, Bartblume, Blauraute und das Abgeblühte der frühblühenden Gehölze wie Forsythie geschnitten werden, raten die Experten.
Rudolf Tönjes empfiehlt im Garten auf den richtigen Pflanzenmix zu achten. Am besten sei es, sowohl Laub- als auch Nadelhölzer zu pflanzen und auf die unterschiedlichen Wuchshöhen zu achten. Dafür hält die Baumschule ein breites Sortiment vor: Laubsträucher, Wildobst, Immergrüne, Rosen, Nadelsträucher, Laub- und Nadelbäume, Hecken, Bodendecker, Kletterpflanzen, Stauden, Gräser, Farne, Wasserpflanzen, Obst und Beerenobst.
Viele unterschiedliche Pflanzen seien auch für die Tierwelt, gerade im ländlichen Raum wichtig. Sie bieten Nistmöglichkeiten für Vögel oder Rückzugsplätze für Igel und ähnliche Tiere.
„Im Gegensatz zu den Gartencentern können wir unsere Kunden noch fachmännisch beraten“, erklärt Tönjes. In der Baumschule von Susanne und Lars Siefken fahren die Garten- und Landschaftsbauern zu den Kunden nach Hause und beraten sie vor Ort, wie der Garten neu gestaltet oder verändert werden soll.
Denn auch die Gartengestaltung ist gewissen Trends unterworfen. Der Hype um Formgehölze lässt langsam nach. Dafür steht der portugiesische Loorbeer in dieser Saison ganz hoch im Kurs. Im Gegensatz zum Kirschloorbeer sieht er etwas feiner aus und wächst nicht ganz so stark, berichtet Lars Siefken. Auf einer Fläche von rund zehn Hektar baut er unter anderem Heckenpflanzen, Immergrüne, Laubbäume, Blütensträucher, Bodendecker und Koniferen an. „Wir sind hier ein Gemischtwarenbetrieb“, sagt er und lacht.
