Barßelermoor - Ebbe und Flut, der Wellenschlag des Bootsverkehrs und auch Bisamratten verursachen immer wieder Absackungen an den wasserseitigen Uferböschungen – so auch am Barßeler Tief im Bereich des „Weißen Moores“ in Höhe der Ortschaft Barßelermoor. Die Gefahr hat der Leda-Jümme- Verband aus Leer als Unterhaltungsbehörde erkannt und lässt dort nun den Deich landseitig verstärken.
„Wir haben dort einen größeren Landstreifen im bisher ungeregelten Polder käuflich erworben. Der wird nun in Zukunft als Überlaufpolder dienen. Die Überlaufstrecke beträgt rund 200 Meter. Die Deichhöhe wurde ein wenig abgesenkt. Bei extremem Hochwasser fängt der neue Überlaufpolder das Wasser auf“, sagte der Geschäftsführer des Leda-Jümme-Verbandes, Meino Kroon.
Der hierfür benötigte Kleiboden kommt aus Esklum, wird in Ostrhauderfehn zwischengelagert und nun mit schweren Geräten nach Barßelermoor transportiert. „Es ist die Folge eines Projektes des Verbandes im Rahmen des Küstenschutzes“, erklärte Kroon.
Finanziert wird das Projekt zu 100 Prozent durch Küstenschutzmittel des Bundes und des Landes. Rund 85 000 Euro kostet die Maßnahme insgesamt. Durch den Bau, der in erster Linie der Deichsicherung in der Gemeinde Barßel dient, kann auch auch ein neues Biotop für die Tierwelt entstehen.
Mit Abschluss der Bauarbeiten ist in einigen Wochen zu rechnen. Sorge bereiten Kroon die Angler, die mit ihren Autos direkt am Deich oder sogar auf dem Deich parken. „Wir werden das Gespräch mit den Fischereivereinen suchen“, sagte Geschäftsführer Kroon.
