Wardenburg - Die großen Sanierungsarbeiten am und im Wardenburger Hallenbad bleiben in diesem Jahr aller Voraussicht nach aus. Ursprünglich war laut Architekt Achim Wiechmann geplant, dass ein erster Abschnitt des Umkleidebereiches im Jahr 2015 saniert wird. Ein Großteil der in diesem Jahr zur Verfügung stehenden 300 000 Euro sollte in die Sanierung der Deckenkonstruktion fließen. 2016 – dann stehen 500 000 Euro zur Verfügung – sollte der Rest des Umkleidebereiches saniert werden. Die Mitglieder des Sportausschusses haben sich am Mittwochabend jedoch gegen diese Planung ausgesprochen.
„Meiner Meinung nach macht es mehr Sinn, den ganzen Umkleidebereich in einem Zug im nächsten Jahr zu sanieren“, sagte Georg Grotelüschen (CDU). Nach kurzer Diskussion waren sich die Mitglieder hierüber einig.
Wie geht es nun weiter? In diesem Jahr soll die Fensterfront (zum Wald) komplett saniert werden. Außerdem gebe es weitere „kleinere Baustellen“, die 2015 in Angriff genommen werden könnten. Dies soll dem Verwaltungsausschuss vorgelegt werden. Der nicht ausgegebene Teil der 300 000 Euro wird für 2016 zurückgehalten. Dann soll der Umkleidebereich komplett in einem Zug saniert werden.
Weiter wurde über die alte Sauna gesprochen, und Werner Wulf (SPD) stellte den Antrag, einen Grundsatzbeschluss auf den Weg zu bringen, dass die alte Sauna in das Hallenbadkonzept einbezogen wird. Bislang galt sie als separates Objekt.
In dem von der Gemeinde – vertreten durch Frank Speckmann – formulierten Antrag heißt es: „Der Bereich der alten Sauna verbleibt bei einer Nutzung durch die Gemeinde und wird in die Planung zur Sanierung des Hallenbades einbezogen. In 2015 wird nur die Fensterfront des Hallenbades saniert.“ Dieser Antrag fand eine Mehrheit im Ausschuss bei einer Enthaltung durch Johannes Hiltner (Bündnis 90/Die Grünen). Eine endgültige Entscheidung darüber, wie es mit der Sanierung weitergeht, fällt der Verwaltungsausschuss.
Architekt Wiechmann wird im Zuge eines Gesamtkonzeptes für Sauna und Hallenbad auch prüfen, ob es möglich ist, ein Büro für die Mitarbeiter und einen Erste-Hilfe-Raum im vorderen Teil des Hallenbades – der ehemaligen Sauna – anzulegen.
Abschließend wurde noch über die Sportförderrichtlinien diskutiert. Die Verwaltung führe Gespräche mit den Sportvereinen, weitere folgen zu Fragen von Bauunterhaltungslisten und finanziellen Rücklagen. Die Verwaltung soll bei der nächsten Sitzung des Sportausschusses einen vollständigen Entwurf neuer Sportförderrichtlinien vorlegen. Die Ausschussmitglieder bescheinigten Speckmann, dass die Gemeinde auf dem richtigen Weg sei.
„Wir haben heute kaum über Sport gesprochen, sondern mehr über Baumaßnahmen und Finanzierung“, stellte Hiltner fest. Er schlug vor, Mitglieder des Bau- sowie Finanzausschusses zur nächsten Sitzung einzuladen.
