Damme - Pünktlich zum Jubiläum hat der Autozulieferer Boge Rubber & Plastics aus Damme (Kreis Vechta) mit einem Rekordumsatz von rund 763 Millionen Euro seine Position als einer der Weltmarktführer im Bereich Fahrwerks- und Autokomponenten eindrucksvoll gefestigt. Das Wachstum von 3,2 Prozent sei vor allem auf den unerwartet stark wachsenden Bedarf in China und auf einen Großauftrag des Volkswagen-Konzerns für Kunststoff-Pedalwerke zurückzuführen, sagte Boge-Geschäftsführer Dr. Torsten Bremer am Freitag. Für 2017 strebe Boge ein Umsatzplus von fünf Prozent an.
Das Unternehmen, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, beschäftigt weltweit 3758 Mitarbeiter – 1800 in Deutschland und davon rund 1000 in Damme. Boge produziert Fahrwerkskomponenten, Schwingungsdämpfer und Kunststoffprodukte für die Autoindustrie. Die frühere Tochter des deutschen Zulieferers ZF war 2014 von der chinesischen Gesellschaft TMT gekauft worden, die wiederum eine Tochter des weltgrößten Eisenbahntechnikkonzerns CRRC ist.
Rund 44 Millionen Euro, die zweithöchste Summe in der Unternehmensgeschichte, investierte Boge 2016. Vor allem der Standort Damme profitierte. Dort investierte Boge rund 25 Millionen Euro in die Pedalfertigung.
Chancen für 2017 sieht Bremer vor allem im asiatischen Raum: „Unter anderem China, aber auch Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern werden deutlich an Bedeutung gewinnen.“ Denn: 30 Prozent des Weltmarktes werde zukünftig die chinesische Autoproduktion ausmachen.
Die Boge Rubber & Plastics Group feiert in diesem Jahr Jubiläum: Vor 50 Jahren, am 28. April 1967, wurde die Gründung der Elastmetall-Damme/Oldenburg GmbH mit Sitz in Lemförde in das Handelsregister eingetragen. Am 9. Juni wird es aus diesem Grund einen Festakt geben.
