Bremen/Wilhelmshaven - Die Rahmenbedingungen sind schwierig, Überkapazitäten und verlangsamtes Wachstum in der Seeschifffahrt belasten das Geschäft, doch der Hafenbetreiber Eurogate ist mit dem vergangenen Jahr durchaus zufrieden.
Sowohl der Konzernumsatz von 654 Millionen Euro als auch die Umschlagsmenge von 13,3 Millionen Standard-Containern blieben 2012 auf dem Vorjahresniveau. Obwohl der Jahresüberschuss um ein Drittel auf 54,6 Millionen Euro gesunken ist, sprechen die Konzernchefs von einem erfreulichen Ergebnis, weil das interne Ergebnisziel leicht übertroffen worden sei.
Bei der Vorstellung der Jahreszahlen verwiesen Thomas Eckelmann, Emanuel Schiffer, Marcel Egger und Andreas Bergemann auf die Rekordinvestitionssumme von 159 Millionen Euro, eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr.
Der gesunkene Konzernüberschuss sei unter anderem auf die Anlaufkosten im Zusammenhang mit dem Bau und der Inbetriebnahme des Wilhelmshavener Jade-Weser-Ports zurückzuführen.
Heftige Kritik übte Eckelmann an der zögerlichen Umsetzung wichtiger Infrastrukturprojekte: „Das ist ein Drama, das da passiert.“ Sowohl mit der Küstenautobahn als auch mit der Fahrrinnenanpassung für Weser und Elbe und der Ertüchtigung des Nord-Ostsee-Kanals gehe es viel zu langsam voran.
Eurogate ist eine Tochtergesellschaft von Eurokai Hamburg und der Bremer BLG Logistics Group. Das Container-Umschlagsunternehmen unterhält Standorte in Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven sowie in Italien, Marokko, Portugal und Russland. Es beschäftigt 7665 Mitarbeiter, davon 4434 in Deutschland.
