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Umwelt Unter Asbest-Fußboden gar kein Estrich

WILDESHAUSEN - Im Raum 53 an der St.-Peter-Schule hängen Aluminiumprofile von der roten Decke. Heizkörper stehen auf dem neuen Estrich. Selbst die Fensterbänke fehlen. Bis zu den Osterferien wurde hier noch die Klasse 1a von Ingrid Lutze unterrichtet. Doch nachdem asbesthaltiger Fußbodenbelag entdeckt wurde, laufen mit Beginn der Sommerferien die Sanierungsarbeiten auf Hochtouren. Vier weitere allgemeine Unterrichtsräume in der Liegenschaft sind betroffen (die

NWZ

  berichtete). Im Lehrerzimmer der Holbeinschule sowie den benachbarten Räumen für Schulleitung und Sekretariat hatte das Bremer Umweltinstitut vielfach erhöhte PAK- (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) und PCB-Werte (Polychlorierte Biphenyle) gemessen. PAK und PCB können krebserregend wirken.

Bei der PCB- und der PAK-Sanierung mussten die Fachleute besonders scharf vorgehen. „Das Mauerwerk wirkt wie ein Schwamm, der die Gifte speichert und langsam an die Umwelt abgibt“, erläutert Jens Kuraschinski, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, am Montag vor Ort. Der Putz an Decke und wänden sowie der Fußboden wurden komplett entfernt. Ein Gerät, das mit Überdruck arbeitet, filtert die Luft in den drei Räumen der Holbeinschule. Die Ergebnisse der Nachmessungen, durchgeführt vom Bremer Umweltinstitut, werden noch in dieser Woche erwartet. Dann entscheide man über die weitere Vorgehensweise. Kuraschinski: „Es kann sein, dass wir beim Aufbau der Wand mit einer Dampfsperre arbeiten müssen.“

Einige Überraschungen habe die Stadt beim Entfernen der alten Fußböden mit gebundenem Asbest erlebt. In Raum 53 der St.-Peter-Schule stellten die Fachleute fest, dass unter dem Fußboden gar kein Estrich war. „Wir haben die Bodenplatte und den Estrich komplett neu gemacht“, sagt Ingenieur Erol Orhan vom Fachbereich Stadtentwicklung, Bau und Umwelt. Im Zuge der Maßnahmen werden auch die Decken erneuert. In den fünf betroffenen Klassenräumen, die asbesthaltige Fußböden hatten, streichen bereits wieder Maler Wände und Decken. „Die Kassenzimmer können nach den Sommerferien wieder genutzt werden“, so Kuraschinski. Insgesamt muss die Stadt rund 450 000 Euro aufwenden.

Deutlich länger dauere allerdings die PCB- und PAK-Sanierung im Verwaltungstrakt. Sobald die Ergebnisse des Bremer Umweltinstituts vorliegen, werde über das weitere Vorgehen entschieden. Orhan: „Die Ausschreibungen haben wir gemacht.“ Allerdings werden die Räume erst Ende September fertiggestellt sein. Das Lehrerzimmer bleibe bis dahin in der Aula. Auch ein Container kann vorerst nicht abbestellt werden.

NWZ

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Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
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