Harpstedt - Im Bauhof der Samtgemeinde Harpstedt fällt im Sommer deutlich mehr Arbeit an als im Winter. Beim Ochtumverband, der seinen Betriebshof gleich neben dem Bauhof der Samtgemeinde unterhält, wird hauptsächlich im Winter gearbeitet. Weil beide Organisationen zu ihren Hauptarbeitszeiten auf Saisonkräfte setzen, hat CDU-Samtgemeinderatsherr Heinrich Ehlers bereits vor längerer Zeit angeregt, die Saisonkräfte auszutauschen – die Mitarbeiter hätten so durchgängig eine Beschäftigung, die Arbeitgeber könnten in jeder Saison wieder auf erfahrene Kräfte bauen.

Diese Anregung wurde mittlerweile von der Verwaltung aufgegriffen und es gibt Gespräche über eine mögliche Kooperation. Mögliche weitere Kooperationen loteten Vertreter der Harpstedter CDU mit ihrem Samtgemeindebürgermeisterkandidaten Herwig Wöbse jetzt bei einem Besuch beim Ochtumverband aus.

Mit Wöbse trafen sich Heinrich Ehlers, Stefan Pleuß, Willi Beneke und Heino Buchtmann mit Ochtumverband-Geschäftsführer Matthias Stöver. Wöbse regte nach dem Besuch an, die Zusammenarbeit noch weiter auszudehnen. Der Verband, der seit 2004 eigene Maschinen hat, unter anderem vier Kettenbagger und zwei große Schlepper, könne der Samtgemeinde durchaus auch mit diesen Maschinen helfen – etwa bei der Grabenpflege oder auch beim Winterdienst, wo die großen Schlepper zum Schneeräumen eingesetzt werden könnten.

Rechtlich könne die Gemeinde durchaus Aufträge an den Ochtumverband vergeben, so Wöbse gegenüber der NWZ .

Der Ochtumverband betreut ein Gebiet von rund 50 000 Hektar, auf dem Gewässer mit einer Länge von 500 Kilometern zu unterhalten sind. Der Verband hat 47 000 Mitglieder, und die Aufgabe, den Wasserabfluss in diesen Gewässern sicherzustellen – gleichzeitig müssen aber auch ökologische Belange berücksichtigt werden.