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Von Thorsten Kuchta
Frage:
Frau Schulz, eigentlich müssten Sie sich als Firmeninhaberin in der fünften Generation ja nirgends mehr bewerben . . .
SCHULZ:
Wie kommen Sie darauf?
Frage:
Weil Sie sich für den Wettbewerb „Deutschlands Top 100 Optiker“ beworben haben – und nun sogar dazugehören . . .
Schulz:
(lacht) Ach, das meinen Sie! Ja, in der Tat, da mussten wir uns richtig bewerben, mit einem detaillierten Fragebogen.
Frage:
Und dann wurden Sie wie ein richtiger Bewerber bewertet – oder gab‘s ein Vorstellungsgespräch?
Schulz:
Nein, das gab es nicht – wohl aber einen verdeckten Test. Die Veranstalter des Wettbewerbs hatten eine unabhängige Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Publizistik eingesetzt und die Angaben der Teilnehmer noch einmal durch Testkunden überprüft.
Frage:
Und Bewerbung und Test fielen bestens aus – was ist Ihr Erfolgsrezept?
Schulz:
Ich glaube, es ist eine Mischung aus mehreren Komponenten: Persönliche Ansprache, hohe Qualität und die Fähigkeit, dem Kunden Lust zu machen, etwas zu kaufen.
Frage:
Ein Beispiel?
Schulz:
Wir haben etwa die fertige Brille in nur einer Stunde – das macht Spontankäufe leichter, zum Beispiel auch für die Kunden aus den Niederlanden. Hinzu kommt der Vorteil inhabergeführter Unternehmen: Wenn die Leute wissen, da ist eine Frau Schulz und da ist ein Herr Schulz: Das schafft Vertrauen, signalisiert Verlässlichkeit. Alles in allem: Kundennähe.
Frage:
Wie finden Sie heraus, was Kunden wollen?
Schulz:
Das ist natürlich die Kunst: Den Kunden individuell zu beraten, im Gespräch mit ihm herauszufinden, was er will, auch in modischer Hinsicht. Das ist gleichzeitig auch das Schönste in meinem Beruf. Und: Wir machen regelmäßig Kundenumfragen, um ihre Wünsche zu erfahren.
Frage:
Und nun? Wo bewerben Sie sich jetzt?
Schulz:
(lacht wieder) Bei weiteren Wettbewerben natürlich! Für uns ist das gute Ergebnis auch eine Herausforderung für die Zukunft.
Oldenburgs Optiker Schulz hat‘s unter Deutschlands beste 100 Optiker geschafft. Dazu Chefin Beate Schulz.