Oldenburg - Berufsberatung mal anders: Welche Möglichkeiten die Region für die berufliche Zukunft bietet, ist auf jeden Fall von großem Interesse. Insgesamt rund 10 500 Besucher, etwas so viele wie im Vorjahr, schauten am Freitag und Sonnabend in der Weser-Ems-Halle bei der Messe „job4u“ vorbei.

Dabei waren die Oldenburger selbst ebenso gut vertreten wie Besucher aus dem Umland. Sie alle nutzten die seltene Gelegenheit, viele mögliche Arbeitgeber einmal an einem einzigen Tag näher kennenzulernen und Optionen für die beruflichen Zukunft auszuloten.

Rund 120 Unternehmen hatten ihre Stände aufgebaut, noch einmal 20 mehr als bei der vorigen Messe. Und das Interesse, sich auf diese Weise dem Nachwuchs zu präsentieren, wächst weiter. „Wir haben noch 24 weitere Firmen auf der Warteliste“, sagte IHK-Geschäftsführer Thomas Hildebrandt. Die Oldenburger Industrie- und Handelskammer ist Veranstalter der „job4u“.

Der Grund für das intensive Werben der Betriebe um die künftigen Arbeitskräfte ist natürlich die schon oft zitierte Sorge, nicht mehr genügend Fachkräfte zu bekommen. In den Branchen, die die IHK verantwortet, bilden 3400 Firmen in 121 Berufen aus (im gesamten Bereich der Oldenburger IHK von Wangerooge bis Damme). Rund 4500 neue Ausbildungsstellen werden jedes Jahr registriert, doch rund 10 Prozent davon werden derzeit nicht besetzt – unter anderem weil qualifizierte Bewerber fehlen.

Darum versuchten die Unternehmen auf der Messe, sich den Jugendlichen (und auch den Eltern, die viele als Ratgeber mitgebracht hatten) als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren. Dafür hatten sie nicht nur ihre Stände aufgebaut, sondern präsentierten sich zudem auf der Bühne bei Interviews und Vorträgen. Dazu gab es informative Workshops mit Tipps für Vorstellungsgespräche, Vermeidung von Prüfungsstress oder duale Studiengänge.

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)