Berlin - Die Opposition im Bundestag macht im VW-Abgasskandal Druck: Noch im April wollen die Fraktionen der Linken und der Grünen einen Untersuchungsausschuss beschließen, der bis 2007 zurückblickt. Die Bundesregierung und Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) stehen im Fokus, aber auch seine Vorgänger Peter Ramsauer (CSU) und Wolfgang Tiefensee (SPD) könnten befragt werden.
Entscheidend sei, wann gesetzliche Regelungen scharfgeschaltet worden seien, sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter am Donnerstag in Berlin: 2007 beziehungsweise 2009. „Spätestens seitdem hätte die Bundesregierung handeln müssen.“
Unterdessen kündigte Volkswagen an, seinen Bericht zum Startquartal 2016 am 31. Mai zu veröffentlichen. Die Verschiebung um mehrere Wochen ist eine Folge des Abgas-Skandals. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies begrüßte am Donnerstag im Landtag, dass VW-Vorstände offenbar auf einen Teil ihrer Boni verzichten wollen.
