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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Untrennbar in Sachen Trennwände

11.08.2012

BAD ZWISCHENAHN Sie finden sich in zahlreichen Kreuzfahrtriesen der Papenburger Meyer Werft, im VW-Werk in Wolfsburg, im Bremer Weserstadion, im Sony-Center in Berlin, aber auch im Ammerländer Kreishaus in Westerstede: Produkte der Firma Abopart. Doch trotz der langen und prominent besetzten Referenzliste drohte dem Spezialisten für Mobilwände und Raumtrennsysteme aus Bad Zwischenahn-Petersfehn vor einigen Monaten das Aus.

Im März musste das 1980 von Peter Viol gegründete Unternehmen Insolvenzantrag stellen. Umsatzeinbrüche in Export-Ländern hätten zu der Schieflage geführt, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Malte Köster. Doch schon zum 1. Mai gelang der Neuanfang. Carsten Klapproth und Dirk Brohl, zwei Branchenkenner aus der Nachbarschaft, übernahmen die Geschäfte bei Abopart.

Zuvor bei Dorma-Hüppe

„Die Marke Abopart hat einen guten Namen bei Architekten und im Schiffbau“, sagt Brohl. Der 44-Jährige kennt das Geschäft, hat ebenso wie der 51-jährige Klapproth in den vergangenen 16 Jahren in leitender Funktion bei Dorma Hüppe in Westerstede-Ocholt gearbeitet, dem zweiten namhaften Hersteller von Raumtrennsystemen aus der Region.

„Wir haben schon länger den Gedanken gehabt, in die Selbstständigkeit zu wechseln“, sagt Klapproth. Als sich die Gelegenheit bei Abopart bot, hätten sie zugegriffen. „Wir mussten so nicht bei Null anfangen, sondern konnten auf die Mitarbeiter und deren Know-how zurückgreifen“, sagt Klapproth. Denn die Kaufvereinbarung für Abopart sah auch die Übernahme der rund 75 Mitarbeiter vor.

Dabei sei von Vornherein klar gewesen, dass sie nur gemeinsam, der eine als Vertriebsexperte, der andere als technischer Fachmann, den Schritt in die Selbstständigkeit wagen würden. „Ein Unternehmen braucht ein starkes Werk und einen starken Vertrieb“, ist Brohl überzeugt. Und noch einen Vorteil habe das gemeinsame Vorgehen. „Nach 16 Jahren in wilder Ehe weiß jeder den anderen und dessen Qualitäten einzuschätzen“, sagt er und schmunzelt.

Das neue Duo an der Spitze der Abopart GmbH & Co.KG hat dabei schon konkrete Pläne, wie der Hersteller von Mobilwänden wieder in Erfolgsspur zurückkehren soll. „Die ersten acht Monate stehen unter der Überschrift Sanierung“, sagt Klapproth. Zunächst gehe es vor allem darum, dass Vertrauen der Kunden in die Marke zurückzugewinnen, das Vertriebsnetz wieder aufzubauen und den Einkauf zu verbessern. „Wir sind im Plan. Die ersten Monate haben schon Früchte getragen“, sagt er. Neue Aufträge seien gewonnen worden und die Zahl der Handelsvertreter sei in der kurzen Zeit schon mehr als verdoppelt worden.

Expansion angestrebt

Nach der Sanierungsphase soll das Jahr 2013 unter der Überschrift „Optimierung“ und das dritte Jahr unter „Expansion“ stehen. Als Ziel haben sich die beiden Geschäftsführer gesetzt, nach der Optimierungsphase wieder wie in früheren Spitzenzeiten einen Umsatz von 13 Millionen Euro zu erwirtschaften, zuletzt hatte er bei unter zehn Millionen gelegen. Auch die Zahl der Mitarbeiter soll im dritten Jahr auf etwa 100 erhöht werden.

Am Grundkonzept von der Entwicklung und Herstellung, über den Vertrieb bis zur Montage wollen die beiden Geschäftsführer festhalten, wobei die Produktpalette erweitert werden soll. „Wir liefern nicht nur eine Trennwand, sondern eine Komplettlösung“, sagt Brohl. Dabei soll aber der Fokus nicht nur auf den Heimatmarkt begrenzt sein. „Wir wollen verstärkt auch auf ausländische Märkte setzen“, sagt er. Interessant seien etwa der Mittlere Osten und andere Teile Asiens, in denen noch stark im Bau investiert werde. Klapproth und Brohl hätten nichts dagegen, wenn die illustre Referenzliste noch um weitere interessante Namen erweitert werden könnte.

Jörg Schürmeyer
Redakteur
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2041

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