UPJEVER - Die 100 Jahre alte Säge soll restauriert werden. Der Verein will regionales Kulturgut bewahren und im Forst Upjever Bildungsarbeit leisten.
Von Melanie Hanz
UPJEVER - Spätestens im Herbst 2007 soll die Gattersäge, die der Förderverein Gattersäge im Upjeverschen Forst auf dem Gelände des Forsthauses errichtet, ihren Betrieb aufnehmen. „Das ist ein sehr lohnenswertes Projekt, deshalb helfen wir gerne mit einer Anschubfinanzierung“, sagte gestern Harald Lesch, Vorstandsvorsitzender der VR-Stiftung. Die Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken in Norddeutschland unterstützt den Aufbau der Gattersäge mit 10 000 Euro.In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft errichtet der Förderverein Gattersäge derzeit ein Ständerwerk, in dem die gut 100 Jahre alte Säge dann in Aktion vorgeführt werden soll (die NWZ berichtete). „Der Bauantrag ist genehmigt, die Punktfundamente stehen und nächste Woche soll das Holz für den Schuppen geliefert werden“, berichtete Fördervereinsvorsitzender Klaus Homola bei der Spendenübergabe.
Gebaut wird das Ständerwerk von jungen Leuten, die bei der Kreishandwerkerschaft für eine Berufsausbildung fit gemacht werden. „Solche Projekte helfen, die jungen Leute zu motivieren“, sagte Ausbilder Egon Sjuts. Im Ausbildungszentrum werden die Sparren und Ständer vorgefertigt, Anfang April soll der 24 Meter lange Sägeschuppen aufgerichtet werden.
Die Horizontalgattersäge, mit der aus Baumstämmen Bretter gesägt werden, stand ursprünglich bei Bargen an der Schlachtstraße in Jever, wurde dann in den 60er Jahren nach Rispel verkauft, wo Klaus Homola sie vor einigen Jahren entdeckte und für den Jeverländischen Altertums- und Heimatverein kaufte.
Mehrere Jahre schon harrt die Säge ihrer Restaurierung. Im November vergangenen Jahres gründete sich dann der Förderverein mit Homola und Hartmut Kaempfe an der Spitze, um das technische Denkmal wieder zu errichten.
Der Verein will Homola zufolge an der Säge Bildungsarbeit für Erwachsene und Schulklassen leisten mit dem Schwerpunkt der ökonomischen und ökologischen Waldnutzung. Interessierte sollen die Gattersäge regelmäßig in Aktion erleben.
Mit rund 40 000 Euro Kosten zur Instandsetzung der Säge rechnet der Förderverein. „Wir haben schon viele Sponsoren gefunden, die sich mit Geld- und Materialspenden an dem Bau beteiligen“, sagte Homola.
