UPJEVER - Mit heftige Kritik am Jagdgeschwader 71 „Richthofen“ der Luftwaffe hat sich die Schutzgemeinschaft gegen Düsenjägergefahren aus Schortens am Mittwoch an Schortens’ Bürgermeister Gerhard Böhling gewandt. Extremer Fluglärm, das Verlassen vorgeschriebener Flugschneisen, das Überfliegen von Wohnsiedlungen und dadurch eine „unverantwortliche Gefährdung der Zivilbevölkerung“ seien an der Tagesordnung, schreibt der Sprecher der Initiative, Reinhold Rensch.

Wie berichtet, ist das Geschwader aus Wittmund bis Mitte August auf dem Flughafen Upjever stationiert, weil die Startbahn in Wittmund saniert wird. Böhling hatte nach einem Gespräch mit Geschwaderchef Oberst Gerhard Roubal mitgeteilt, dass sich der Flugbetrieb in aller Regel auf 9.30 Uhr bis 11 Uhr beschränken werde. Rensch listet dagegen Beispiele von Flügen jenseits dieser Zeiten auf.

Nach Angaben des Geschwaders könne es je nach Auftrag im Zeitfenster von 8 bis 16 Uhr zu Flügen kommen. Jederzeit startbereit muss die Alarm-Rotte sein, die als „Luftpolizei“ den Luftraum schützt und ebenfalls nach Upjever verlegt wurde.

Böhling bitte deshalb um Verständnis, wenn die Regelzeiten nicht immer eingehalten werden könnten. Er habe den Eindruck, dass sich die Bundeswehr sehr bemühe, Störungen zu vermeiden.