UPJEVER - Rund 7000 Interessierte haben sich im vergangenen Jahr die Funktionsweise der Gattersäge beim Forsthaus Upjever erklären und vorführen lassen. Das berichtete Klaus Homola, Vorsitzender des Vereins Gattersäge Upjever jetzt bei der Jahreshauptversammlung. Höhepunkte im Vereinsjahr waren ein Oldtimersägen-Treffen im Mai mit Gästen aus ganz Deutschland, Dänemark, Schweden und Finnland sowie das Sägefest im September.

2008 hatte der Verein, der im November fünfjähriges Bestehen feiern kann, die historische Horizontal-Gattersäge in einem eigens gebauten Sägeschuppen wieder in Betrieb genommen. Die ehrenamtlichen Sägemüller führen das technische Denkmal seitdem an jedem zweiten und vierten Sonnabend im Monat vor, nächster Termin ist am 27. März von 11 bis 16 Uhr. Am 12. September öffnet der Sägeschuppen erneut zum Sägefest sein Tor, kündigte Homola bereits an.

Neben den Besucherführungen hatten die Sägemüller 2009 auch an der Säge gut zu tun: So wurde 2009 ein stärkerer Antriebsmotor aus dem Fundus des Wilhelmshavener Wasserwerks eingebaut. Außerdem wurde der Sägewagen motorisiert und kann nun ohne große körperliche Anstrengung nach draußen gefahren, mit einem Stamm beladen und zur Säge transportiert werden. Auf die Generalüberholung wartet noch eine Universal-Holzbearbeitungsmaschine, die der Verein beim Bestattungsunternehmen Janßen in Schortens abbauen konnte.

Zurzeit sind die Sägemüller damit beschäftigt, mit den Jugendlichen des Schortenser Vereins „Lebensweisen“ und der Käthe-Kollwitz-Schule ein Floß zu bauen. „Die Arbeiten sind schon fortgeschritten: Am Sonnabend wurde der letzte Baum gefällt. Die Bretter werden zurzeit gesägt und im Mai soll der Stapellauf sein“, berichtete Homola.

Eine weitere Kooperation ist mit der Jugendwerkstatt Schortens geplant.


„Unser Verein lebt vom Engagement der Mitglieder“, betonte Homola. Er dankte allen, die im vergangenen Jahr viele Stunden an der Gattersäge verbracht haben.