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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Kritik an Trumps Hürden für Auslands-Arbeitskräfte

24.08.2018

Washington (dpa) - Die Chefs Dutzender großer US-Konzerne wie Apple, IBM, Coca-Cola, American Airlines und Mastercard haben die Ausländerpolitik der Trump-Regierung kritisiert.

Durch die Maßnahmen und deren Umsetzung müssten viele tausend Beschäftigte befürchten, ihren rechtlichen Status zu verlieren, hieß es in einem offenen Brief des Lobbyverbands Business Roundtable an die Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen. Dies könne auch das Geschäft der Unternehmen stark beeinträchtigen, warnten die Unterzeichner des Briefs.

Besorgt sind die Unternehmen unter anderem über die Ankündigung, dass Ehepartner von Beschäftigen mit einem H1B-Visum für Beschäftigte mit speziellen Qualifikationen bald das Arbeitsrecht verlieren sollen. Da die Berechtigung in anderen Ländern üblich sei, könnte dies für Fachkräfte ein Anreiz sein, statt der USA dorthin zu gehen. Außerdem gebe es bei den Kriterien für die Gewährung von Arbeitsvisa undurchsichtige Änderungen. Insgesamt würden nur wenige Menschen mit ihren Familien in ein anderes Land ziehen, wenn die dortige Regierung plötzlich und ohne Angabe von Gründen ihre Ausreise verlangen könne.

Die Einwanderungs- und Ausländerbehörde USCIS, die dem Ministerium für Innere Sicherheit untersteht, rechtfertigte die Politik der Trump-Regierung in einem Statement als notwendige Reformen, die zu einem "leistungsorientierten" Immigrationssystem führten. Es gehe darum, die Beschäftigungsprogramme so zu reformieren, dass "das amerikanische Volk" im größtmöglichen Ausmaß davon profitiere, sagte ein Behördensprecher dem Sender CNN.

Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte als Teil ihrer verschärften Einwanderungs- und Einreisepolitik auch höhere Hürden für die Gewährung von Arbeitsvisa an Ausländer aufgestellt. Unter anderem in der Tech-Branche spielen hoch qualifizierte Mitarbeiter aus dem Ausland aber eine wichtige Rolle für die Unternehmen. Sie haben zum Teil beachtliche Karrieren hingelegt: So werden Google oder Microsoft aktuell von zwei Einwanderern aus Indien, Sundar Pichai und Satya Nadella, geführt.

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