Bockhorn - – Die Interessengemeinschaft Energie Friesische Wehde, von Uwe Gerdes aus Bockhorn und Joachim Müller aus Zetel maßgeblich gefördert, hatte es sich vor Jahren zum Ziel gesetzt, Bürger für den Beitritt zur Bremer Energiegenossenschaft zu bewegen. Die Idee fand große Aufmerksamkeit, so kamen vor drei Jahren rund 60 Leute zu einer Informationsveranstaltung nach Bockhorn (NWZ  vom 19. November 2010).

Doch in letzter Zeit ist es zumindest in der Friesischen Wehde ruhig geworden in Sachen Genossenschaftsbewegung. Die NWZ  fragte nach bei Uwe Gerdes, wie der Stand der Dinge ist. Er selbst habe sich aus persönlichen Gründen aus der Werbung für die Idee zurückgezogen, erklärte Gerdes. Aber: „Ich bin als Kunde weiterhin dabei und beziehe meinen Strom und mein Gas von der Bremer Genossenschaft.“

Hintergrund der Initiative war, dass laut Bundesgerichtshof die EWE zumindest von 2007 bis 2009 von Kunden zu hohe Gasgebühren eingefordert hatte. Es kam zu einem Schlichtungsverfahren, die EWE zahlte 40 Prozent dieser überhöhten Gebühren zurück.

Doch die Protestbewegung hielt an, viele Bürger wollten sich aus der EWE-Verbindung zurückziehen.

Da kam ihnen die Bremer Genossenschaft gerade recht. Vorstandsmitglied Michael Grosser sprach damals in Bockhorn von rund 50 000 Kunden in der Region, die von durchschnittlichen Einsparungen bei Gaskosten von rund 175 Euro im Jahr profitieren wollten. Uwe Gerdes gehört bis heute dazu, er ist von den Vorteilen überzeugt, auch wenn er keine Einladungen für Informationsabende verschickt.


„Es wird eine sichere Versorgung mit Gas und Strom zu fairen Preisen garantiert, die grundsätzlich unter denen des örtlichen Versorgers liegen.“