Varel - Über ein erfolgreiches Jahr freut sich die Commerzbank in Varel. „2018 war ein gutes Jahr“, sagt Filialdirektor Matthias Blome. „Wir konnten unsere Marktposition weiter ausbauen – und das trotz des intensiven Wettbewerbs.“ 150 neue Kunden habe man hinzugewinnen können. Damit betreue man nun fast 3400 Kunden in Varel. Blome sieht darin den Erfolg der Strategie der Commerzbank: „Wir sind die einzige Bank vor Ort mit einem kostenlosen Girokonto.“ Außerdem habe die erneute Auszeichnung zur „Besten Bank vor Ort“ zu dem Wachstum beigetragen.

Niedrige Zinsen und die gute wirtschaftliche Lage haben zudem das Kreditgeschäft angekurbelt. 2,3 Millionen Euro wurden 2018 von der Commerzbank in Krediten ausgereicht. Das ist ein deutliches Plus von 50,2 Prozent. „Die Kreditentscheidung haben wir innerhalb weniger Minuten“, erklärt Blome. Gerade bei Autofinanzierungen könne man oft gute Angebote machen.

Große Schritte machte die Commerzbank vergangenes Jahr auch bei den Immobilienfinanzierungen. 7,3 Millionen Euro betrug das Neugeschäft mit Immobilienkrediten – ein Anstieg um 43,1 Prozent. Insgesamt verzeichnete die Bank in Varel ein Kreditvolumen von 24,5 Millionen Euro.

„Bei der Geldanlage verschenken viele Tag für Tag Geld, weil sie es zu Niedrigzinsen auf dem Sparbuch haben“, sagt Matthias Blome. Dabei verspreche eine Geldanlage deutlich höhere Renditen. „Mehr als 18.6 Millionen Euro liegen allein bei uns praktisch unverzinst auf Konten.“

Dennoch hielten sich viele Kunden bei der Geldanlage weiterhin zurück. Dazu könnten auch die DAX-Verluste im vergangenen Jahr und die sehr komplexe Materie beigetragen haben. „Es wird immer komplexer und das wirkt auf die Kunden abschreckend“, so Blome. Dabei gebe es durchaus Angebote, bei denen die Kunden nicht ständig selbst tätig werden müssten und bei denen sie ab 50 Euro im Monat einsteigen könnten.


Deutliches Wachstum gibt es wiederum bei Lebensversicherungen, Bausparverträgen und Vorsorgeprodukten. Das Neugeschäft stieg hier um 19,8 Prozent auf 1,5 Millionen Euro.

Für dieses Jahr rechnet Blome mit einem sprunghaften Markt. Schließlich dauere der Handelsstreit zwischen den USA und China an, die Folgen des Brexit sind weiter unabsehbar und möglicherweise tritt bald eine Wende bei den Zinsen ein. Keine Sorgen macht sich Blome indessen wegen der Fusionsgespräche zwischen Commerzbank und Deutscher Bank: „Die Gespräche sind ergebnisoffen, es ist noch nicht klar, ob es überhaupt zu einer Fusion kommt. Wir kümmern uns hier um unsere Kunden vor Ort – alles andere wird in Frankfurt entschieden.“